Was bleibt, wenn die Hälfte fehlt? Wann ist der richtige Zeitpunkt – und wann der falsche? Und wie lange dauern eigentlich fünf Minuten ... gefühlt? Ursus und Nadeschkin denken quer, drehen Zeit und Rollen auf links und bringen ein Gesamtkunstwerk auf die Bühne, das sich irgendwo zwischen Sprachakrobatik, Musik, Tanz und grandioser Verwirrung bewegt. Seit fast vier Jahrzehnten touren die Gewinner des «Prix Walo» und Salzburger Stier sowie Ehrenpreisträger des Deutschen Kleinkunstpreis durch die Welt. Von Zürich bis New York, von Berlin bis Melbourne, vom Konzertsaal in den Zirkus, vom Schauspielhaus ins Fernsehen – und jetzt sogar in den «Samschtig-Jass». Die beiden haben fleissig geübt – vor allem Nadeschkin. Ursus ist irgendwo in der Übungsphase hängen geblieben. Wer jasst nun eigentlich besser – und liegt sogar der Jasspokal drin? Die Jass-Schweiz wird auch in den Genuss eines «Müschterli» aus ihrem elften Bühnenprogramm «PRSPKTVNWCHSL» kommen, wenn sich die beiden übers Shopping einer Winterjacke streiten – leidenschaftlich, mit Humor und viel Charme.
Tinnitus – wie lebt es sich, wenn es im Kopf nie still ist? Eines Morgens mit einem lästigen Ohrgeräusch erwachen, das nicht mehr weggeht: Eine Horrorvorstellung, der sich Journalist Alain Orange für die Recherche zur Sendung bewusst aussetzt. 24 Stunden lang schlüpfte er in den Kopf eines Tinnitus-Betroffenen und versuchte, seinen ganz normalen Alltag mit einem penetranten Pfeifton im Ohr zu leben. Wie gut hat er die Herausforderung gemeistert? Neurofeedback – mit Hirntraining gegen den lästigen Lärm Für die Entstehung eines Tinnitus gibt es verschiedene Ursachen, oft ist es eine dauerhafte Schädigung der Haarsinneszellen im Innenohr. Heilen lässt sich ein chronischer Tinnitus nicht – auch wenn viele Anbieter im Internet das Gegenteil versprechen. Betroffene können aber lernen, die Ohrgeräusche in den Hintergrund zu drängen und so besser damit zu leben. «Puls» zeigt, wie Gedanken den Lärm im Ohr beeinflussen können. «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema «Tinnitus» Haben Sie seit Kurzem ein störendes Pfeifgeräusch und sind unsicher, ob ein Arztbesuch angezeigt wäre? Sind Sie häufig Lärm ausgesetzt und möchten wissen, wie sich das Gehör schützen lässt? Kann ein Hörgerät und besseres Hören einen bereits bestehenden Tinnitus reduzieren? Können Medikamente oder Nahrungsmittel einen Tinnitus verschlechtern? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
GESUNDHEITHEUTE – Die Gesundheitssendung mit Dr. Jeanne Fürst
Info / Dok · 2026
Résumé et détails
Im November richtet sich der Blick auf das Thema Krebs, um die Bevölkerung für die Früherkennung zu sensibilisieren. GESUNDHEITHEUTE informiert deshalb über Lungenkrebs. Fast alle Betroffenen sind zum Zeitpunkt der Diagnose über 50 Jahre alt. Die Sendung begleitet eine Frau, die lange wegen Asthma und Husten behandelt wurde, bis schliesslich die Ursache ihrer Beschwerden gefunden wurde: Lungenkrebs. Makuladegeneration Gutes Sehen ist selbstverständlich – bis die Sehkraft nachlässt. Eine mögliche Ursache ist die Makuladegeneration. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der Netzhaut. Ab dem 65. Lebensjahr steigt das Risiko für altersbedingte Veränderungen deutlich an. Mit 85 Jahren ist bereits etwa ein Drittel der Menschen davon betroffen. Heilbar ist die Krankheit zwar nicht, doch der Sehverlust lässt sich bremsen. Entscheidend ist dabei die Früherkennung. Was hilft gegen Erkältungen? Husten, Schnupfen, Halsweh – die Erkältungszeit ist wieder da. Was hilft, wenn es einen erwischt? PRÄVENTIONHEUTE gibt Tipps und stellt verschiedene Möglichkeiten vor.
Am 18. November 1626 wurde der Petersdom – die wohl wichtigste Kirche des Christentums – geweiht. Errichtet an jenem Ort, der schon zuvor als vermutetes Grab des Apostels Petrus verehrt wurde, sicherte die Dombauhütte Generationen von Menschen die Existenz. Die «Fabbrica» war eine begehrte Arbeitgeberin für Künstler wie Bernini und Michelangelo, aber auch für zahlreiche Frauen, wie Lieferlisten, Abrechnungen und Kreditscheine belegen. Ausserdem thematisiert Filmemacherin Andrea Oster den Glauben in einer Zeit, in der sich Päpste auch als weltliche Herrscher verstanden und beispielsweise Tempel und Thermen plündern liessen, um ihre Paläste mit antiken Marmorschätzen auszustatten. Ein Film von Andrea Oster
Stark, erfolgreich und unabhängig soll er sein, der «richtige Mann». Seine Probleme selbst lösen, sich nichts anmerken lassen und niemanden brauchen. Doch das Versprechen von Anerkennung und Einfluss hat seinen Preis: Einsamkeit, Überforderung, fehlende Nähe. Warum halten junge Männer an Erwartungen fest, unter denen sie selbst leiden? Nach ihrem Bestseller «Toxische Weiblichkeit» beschäftigt sich die Autorin Sophia Fritz in «Der Mann, das Opfer» mit männlicher Sozialisation. Ihre These: Jungen lernen nicht nur, Gefühle zu verbergen. Manche verlieren auch den Zugang zu ihrer eigenen Verletzlichkeit. Fritz fordert Mitgefühl für Männer, ohne sie aus der Verantwortung für ihr Verhalten zu entlassen. Die Extremismusforscherin Julia Ebner untersucht in «Von Fitness zu Faschismus», wie männliche Verunsicherung kommerziell und politisch ausgebeutet wird. Dafür hat sie sich in radikale Gruppen – die sogenannte «Manosphere» – eingeschleust. Sie zeigt, wie Influencer und Onlinegemeinschaften Orientierung, Zugehörigkeit und Erfolg versprechen – und dabei Leistungsdruck, Frauenverachtung und Überlegenheitsfantasien verstärken können. Mit Olivia Röllin sprechen sie darüber, wie viel die vielbeschworene Männlichkeitskrise mit fehlenden Lebenschancen zu tun hat, warum Dominanz attraktiver als Gleichberechtigung erscheint und was Männer gewinnen, wenn sie nicht ständig Stärke beweisen müssen.
Ihre fast grafisch anmutenden Gemälde gehören zu den Ikonen des 20. Jahrhunderts. «Man nimmt sich selten die Zeit, eine Blume wirklich zu sehen. Ich habe sie gross genug gemalt, damit andere sehen, was ich sehe», erklärte Georgia O’Keeffe ihren Blick auf die Welt. Aufgewachsen auf einer Ranch in Wisconsin, studierte O’Keeffe Kunst in New York und arbeitete als Zeichenlehrerin in Texas, bevor der bekannte Galerist Alfred Stieglitz sie entdeckte, ihre Werke ausstellte und sie unermüdlich fotografierte, meistens nackt. Georgia O’Keeffe flüchtete aus dem Trubel New Yorks nach New Mexico und fand nach einer schweren Depression schliesslich in der kargen Wüstenlandschaft, wo einige ihrer berühmtesten Gemälde entstanden, erneut die Lust am Malen. Ein Film von Evelyn Schels. Sendung vom 23.1.2022
Frankreich und Deutschland bildeten über Jahrzehnte den verlässlichen Motor der europäischen Wirtschaft. Doch der Motor stockt: Hohe Staatsdefizite, Deindustrialisierung, steigende Energiepreise sowie anhaltende politische Instabilität belasten beide Länder schwer. Während in Paris nach turbulenten Wahlen und heftigen Protesten der Staatshaushalt unter Druck gerät, kämpft Deutschland mit tiefgreifenden strukturellen Problemen und sinkender Wettbewerbsfähigkeit. Für die Schweiz steht dabei viel auf dem Spiel. Deutschland und Frankreich sind traditionell die wichtigsten Handelspartner der heimischen Unternehmen. Ein anhaltender Abschwung im Euroraum gefährdet Exportaufträge in der MEM-Industrie (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie), in der Chemie- und Pharmabranche sowie bei Zulieferbetrieben – und treibt gleichzeitig den Schweizer Franken als sicheren Hafen weiter nach oben. Welche Auswege gibt es aus der lähmenden Abwärtsspirale? Können Berlin und Paris das Ruder noch herumreissen, oder droht Europa ein dauerhafter Bedeutungsverlust? Darüber diskutiert «Bilanz»-Chefredaktor Dirk Schütz mit einer hochkarätigen Runde aus Wirtschaft, Finanzbranche und Journalismus. - Rudolf Minsch, Chefökonom und Leiter Wirtschaftspolitik & Aussenwirtschaft, Economiesuisse - Harald Preissler, Kapitalmarktstratege und stv. Verwaltungsratsvorsitzender Bantleon - Nina Belz, Journalistin und ehem. Frankreich-Korrespondentin «NZZ» - Anastassios Frangulidis, Chefstratege Pictet Asset Management
Acteurs : Chefökonom und Leiter Wirtschaftspolitik & Aussenwirtschaft, Economiesuisse, Kapitalmarktstratege und stv. Verwaltungsratsvorsitzender Bantleon, Journalistin und ehem. Frankreich-Korrespondentin «NZZ», Chefstratege Pictet Asset Management
Einst galt ein Häuschen in Bombay Beach als gute Investition. Am Ufer des Saltonsees gelegen wurde der Ort in den 1950er-Jahren als Ferientraum vermarktet, wo sich unter anderen Frank Sinatra, Jerry Lewis und die Beach Boys vergnügten. Sogar einen Yachtclub gab es hier. In den 1970er-Jahren jedoch begann das Desaster: Aufgrund der extremen Trockenheit – Bombay Beach liegt mitten in der kalifornischen Wüste – begann der See auszutrocknen. Die Fische starben und der Gestank vertrieb die Feriengäste. Geblieben sind die, die es sich nicht leisten konnten wegzuziehen. 2010 lebten noch 200 Bewohnerinnen und Bewohner in Bombay Beach. Die meisten Häuser waren verlassen. Seit ein paar Jahren zeichnet sich nun aber eine Wende ab: Künstlerinnen und Intellektuelle aus aller Welt haben den rauen Ort als Spielwiese für sich entdeckt. Die Filmemacherin Sarah Remetch Ingram besucht in ihrem Film «Passing through» Bombay Beach. Mittlerweile gibt es hier Kunstgalerien, ein Autokino, ein Opernhaus und jede Menge Skulpturen im Ort. Die Immobilienpreise steigen wieder. Und endlich haben die staatlichen Behörden die Rettung des Sees auf den Plan gerufen. Sendung vom 6.4.2025
In Schweden hat sich Niklas von seiner Krebserkrankung erholt, doch er spürt eine grosse Erschöpfung. Auch Florence ist ausgelaugt, die Gästebetreuung in der Hauptsaison ist anstrengend und die Pflege des grossen Grundstücks aufwändig. Immer noch leidet sie an starkem Heimweh. Die beiden beschliessen, ihr Leben umzukrempeln. Die Zeichen für einen Neustart in der Schweiz stehen gut. Rigo ist mit seiner jungen Familie in seine Heimat Costa Rica zurückgekehrt. Für ihn geht damit ein grosser Traum in Erfüllung. Auch Lea freut sich über das neue Leben. Hier kann ihre Tochter Sol mitten in der Natur aufwachsen. Doch noch gibt es kein fliessendes Wasser und es wartet viel Arbeit auf sie. In Japan haben Lio und Levi ein Schwesterchen bekommen. Sandra ist überglücklich, auch wenn es vor der Geburt Komplikationen gab. Dass Yusuke Vaterschaftsurlaub nehmen konnte und Sandras Mutter aus der Schweiz anreiste, war eine grosse Hilfe. Erstausstrahlung: 13.11.2026
SRF bi de Lüt – Landfrauenküche
Unterhaltung · 2026
Résumé et détails
Sonja Rutz geht gerne eigene Wege. Gemeinsam mit ihrem Mann Hanspeter und den drei Kindern Ladina, Isabelle und Damian bewirtschaftet sie einen Hof in der Zentralschweiz. Während Hanspeter im Sommer den Alpbetrieb auf der Seebodenalp führt, kümmert sich Sonja zu Hause um den Hof und die Familie. Im Winter wechseln die beiden ihre Aufgaben: Dann arbeitet sie als Pflegefachfrau, während er sich um Haus und Hof kümmert. Eine Aufgabenteilung, die vielleicht nicht alltäglich ist, für die Familie Rutz aber bestens funktioniert. Zum Betrieb gehören neben Rindern auch 22 Lamas. Mit ihnen bietet die Familie Trekkingtouren an. Besonders beliebt sind die Ausflüge in den Abendstunden, wenn die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet und den Vierwaldstättersee in warmes Licht taucht. Für ihren Landfrauenabend auf der Seebodenalp setzt Sonja auf Zutaten aus dem eigenen Garten, auf Wildpflanzen und auf ungewöhnliche Ideen. Beim Hauptgang erhält sie Unterstützung von ihrem Vater Karl Hediger, einem bekannten Wetterschmöcker. Gemeinsam fällen sie eine Fichte für ein besonderes Sägemehl, das bei der Zubereitung des Rindsfilets zum Einsatz kommt. Das Resultat sorgt am Tisch für Rätselraten. Die Landfrauen schmecken, diskutieren und suchen nach Hinweisen. Doch wer kommt dem geheimnisvollen Aroma auf die Spur? Auch beim Dessert beweist Sonja Mut zu aussergewöhnlichen Zutaten. Mit Sauerklee aus dem Wald bringt sie eine Pflanze auf den Teller, die dort nur selten anzutreffen ist. Ob sie damit den Geschmack ihrer Gäste trifft? Zwischen Hofalltag, Alpbetrieb und Familienleben bleibt Sonja Raum für kreative Ideen. Für ihren Landfrauenabend verbindet sie Vertrautes mit Unerwartetem und sorgt damit für manches Rätsel am Tisch. Ob ihre ungewöhnlichen Zutaten die Landfrauen überzeugen, wird sich zeigen.
Das liegt vor allem an den vielen Lautsprechern im Kinosaal. Sie sorgen dafür, dass man das Gefühl hat, mitten im Film dabei zu sein. Um herauszufinden, wie das alles funktioniert, besucht Élin das «Cinema sil Plaz» in Ilanz. Dort zeigt Laura Caduff die moderne Kinotechnik und erklärt, wie früher Filme mit einem alten Filmprojektor vorgeführt wurden. Ausserdem entdecken wir, wie sich das Kino im Laufe der Zeit verändert hat. Alina und Viola verraten uns, wie Popcorn gemacht wird. Und gemeinsam finden wir heraus, wie aus einem kleinen Maiskorn das knusprige Popcorn entsteht.
Die Künstlerin Sonja Bantli und der Künstler Fabian Bolliger haben sich einer inspirierenden Aufgabe gestellt: Sie verpassen aussortierten Gegenständen eine künstlerische Umgestaltung. Die Gegenstände stammen alle vom Recycling-Paradies in Spreitenbach AG. Dort hat die Geschäftsführerin Karin Bertschi während zwei Wochen Schrott und alle möglichen und unmöglichen Gegenstände für die beiden Künstler gesammelt. Sonja und Fabian besuchen Karin, um die Objekte auszuwählen, die sich für ihre Upcycling-Projekte eignen. Sonja aus Merenschwand AG, eine erfahrene Möbelschreinerin und Holzbildhauerin, ist seit 2006 selbständig und spezialisiert sich auf die Restaurierung historischer Möbel. Für ihr «SchrottUp»-Projekt inszeniert sie scheinbar wertlosen Abfall auf kreative Art und Weise. Fabian, ein gelernter Schreiner aus Baden AG, hat sein handwerkliches Können erweitert und arbeitet nun auch gerne mit Metall, insbesondere Aluminium. Seine Kunst ist dynamisch, kreativ und explosiv. So sprengt er beispielsweise eine alte Ritterrüstung und verwandelt das Resultat in eine einzigartige Lampe. Zusätzlich kreiert er aus verschiedenen Objekten wie einem alten Radio, einem Holztisch, zwei Skiern und einem Bügeleisen eine originelle Minibar.
Streifzug durch das Tessin
Info / Dok · 2020
mitenand
Info / Dok · 2026
Bundesrat Martin Pfister spricht zur "Änderung Kriegsmaterialgesetz"
Mitten in der Probe mit den Gardetänzerinnen eines angesehenen Münsteraner Vereins redet deren Leiter, Martin Herrmann (Falk Rockstroh), plötzlich völligen Unsinn und bricht auf der Strasse zusammen. Schnell ist klar: Der Mann wurde mit Atropin vergiftet, dem Gift der Tollkirsche – versteckt in den beliebten Karnevalsbonbons. Höchst alarmiert müssen alle mit anpacken und die Wurfwaren nicht nur von diesem, sondern von allen Karnevalsvereinen Münsters auf Gift testen. Selbst Professor Boerne (Jan Josef Liefers), Frank Thiel (Axel Prahl) und Assistentin Silke Haller (Christine Urspruch) müssen Hand anlegen.
Saita leitet ein Nachtfluchtunternehmen, das sich auf die einmaligen Bedürfnisse solcher Menschen spezialisiert hat. Sie hilft ihnen aus schwierigen Situationen, um sie danach diskret umzusiedeln, ihnen eine neue Bleibe und auch einen neuen Job zu finden. Sugimoto ist einer derjenigen, die diese Dienstleistung in Anspruch genommen hat. Als sein Familienunternehmen bankrott geht, sieht er aus Scham und Angst vor dem wachsenden Schuldenberg keinen anderen Ausweg, als alles – auch seine Frau und zwei Kinder – hinter sich zu lassen. Während er mittlerweile in Saitas Firma mithilft, kämpft er mit den Konsequenzen seines folgenschweren Entscheids. Goto dagegen steht auf der anderen Seite: Sie ist verzweifelt auf der Suche nach ihrem Sohn, der urplötzlich aus seiner Firmenunterkunft verschwand. Wegen der strengen japanischen Datenschutzgesetze ist die Polizei aber so gut wie keine Hilfe und ihr Unterfangen scheint aussichtslos. Sie engagiert deshalb Kudo, der als Privatdetektiv Johatsus aufzuspüren versucht. Der Film wirft einen intimen Blick auf dieses Phänomen und zeigt die innere Zerrissenheit und die Versöhnungsversuche der Verschwundenen und der Menschen, die zurückgelassen werden. Erstausstrahlung: 15.11.2026
«Sie können gut reden», sagt Frau Kunz, der der Umzug in eine Alterswohnung zusetzt. Und Herr Renggli trifft den Nagel auf den Kopf: «Zügeln ist ein Scheiss!» Andrea Capella, stets im Gilet und mit einer gewissen Grandezza, ist alles andere als ein sturer Beamter. Mit Empathie, Fingerspitzengefühl und Humor begleitet er seine Klientinnen und Klienten an einem Wendepunkt ihres Lebens. Zum Glück liegt hinter so viel Krempel oft ein Neuanfang – besonders wenn Capella den Umzug so umsichtig orchestriert. Ursula Brunners Film wirft einen liebevollen Blick auf die schwierige Phase in unserem Leben, wo es Zeit wird, Ballast loszuwerden, Abschied zu nehmen und den Schritt ins Unbekannte zu wagen.
Der brillante junge New Yorker Rechtsanwalt Newland Archer (Daniel Day-Lewis) hat um die Hand der reizenden und noch sehr jungen May Welland (Winona Ryder) angehalten. Er ist damit auf dem besten Weg, in eine äusserst begüterte und einflussreiche New Yorker Familie einzuheiraten. Doch kurz bevor das in der Gesellschaft heftig diskutierte Ereignis über die Bühne geht, kehrt Mays Cousine Ellen (Michelle Pfeiffer) von ihrem langjährigen Europa-Aufenthalt nach New York zurück. Ellen, die sich soeben von ihrem Ehemann, einem russischen Grafen, getrennt hat, stösst mit ihrer unverfrorenen Weltoffenheit in der von starren Etiketten bestimmten New Yorker Schickeria von 1870 auf starke Ablehnung. Einzig Mays Familie greift der verpönten Verwandten unter die Schultern. Sie beauftragt Archer, Ellen zu ihrem eigenen Besten die Scheidung auszureden. Archer fühlt sich von Ellens unkonventioneller Direktheit und reifer Schönheit unmittelbar angezogen. Zwischen ihm und Ellen beginnt heimlich eine heisse Leidenschaft zu lodern. Doch die Hüter der Moral und Wächter des Gesetzes haben ihre Augen überall. Und sie wissen mit Intrigen und raffinierten Machtspielen zu verhindern, dass ihre Regeln missachtet werden. «The Age of Innocence» ist ein faszinierender Kostümfilm, der auf den ersten Blick eher an das Werk von James Ivory erinnert, denn irgendwelche Beziehung zu Martin Scorseses anderen Filmen wie «Raging Bull» oder «Taxi Driver» aufzuweisen. Beruhend auf dem gleichnamigen, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Roman von Edith Wharton, führt «The Age of Innocence» tief in die New Yorker High Society von 1870 ein. Er schildert in wunderschönen Bildern die Dekadenz einer Gesellschaft, die sich in ihrem eigenen Überdruss längst selbst überlebt zu haben scheint. Auf dem Hintergrund dieser von starren gesellschaftlichen Konventionen und engen Moralvorstellungen bestimmten Welt, handelt auch dieser Film von der Auseinandersetzung eines Mannes mit der Leidenschaft, seinen gesellschaftlichen Verpflichtungen und persönlichen Freiheiten - gleichwohl Themen also, die Scorseses Schaffen von seinen frühsten Anfängen an bestimmen. Brillant fotografiert, mit schwelgerischem Dekor und mit den Hollywoodstars Michelle Pfeiffer, Daniel Day-Lewis und Winona Ryder perfekt besetzt wurde «The Age of Innocence» für fünf Oscars nominiert.
Stark, erfolgreich und unabhängig soll er sein, der «richtige Mann». Seine Probleme selbst lösen, sich nichts anmerken lassen und niemanden brauchen. Doch das Versprechen von Anerkennung und Einfluss hat seinen Preis: Einsamkeit, Überforderung, fehlende Nähe. Warum halten junge Männer an Erwartungen fest, unter denen sie selbst leiden? Nach ihrem Bestseller «Toxische Weiblichkeit» beschäftigt sich die Autorin Sophia Fritz in «Der Mann, das Opfer» mit männlicher Sozialisation. Ihre These: Jungen lernen nicht nur, Gefühle zu verbergen. Manche verlieren auch den Zugang zu ihrer eigenen Verletzlichkeit. Fritz fordert Mitgefühl für Männer, ohne sie aus der Verantwortung für ihr Verhalten zu entlassen. Die Extremismusforscherin Julia Ebner untersucht in «Von Fitness zu Faschismus», wie männliche Verunsicherung kommerziell und politisch ausgebeutet wird. Dafür hat sie sich in radikale Gruppen – die sogenannte «Manosphere» – eingeschleust. Sie zeigt, wie Influencer und Onlinegemeinschaften Orientierung, Zugehörigkeit und Erfolg versprechen – und dabei Leistungsdruck, Frauenverachtung und Überlegenheitsfantasien verstärken können. Mit Olivia Röllin sprechen sie darüber, wie viel die vielbeschworene Männlichkeitskrise mit fehlenden Lebenschancen zu tun hat, warum Dominanz attraktiver als Gleichberechtigung erscheint und was Männer gewinnen, wenn sie nicht ständig Stärke beweisen müssen.
In Schweden hat sich Niklas von seiner Krebserkrankung erholt, doch er spürt eine grosse Erschöpfung. Auch Florence ist ausgelaugt, die Gästebetreuung in der Hauptsaison ist anstrengend und die Pflege des grossen Grundstücks aufwändig. Immer noch leidet sie an starkem Heimweh. Die beiden beschliessen, ihr Leben umzukrempeln. Die Zeichen für einen Neustart in der Schweiz stehen gut. Rigo ist mit seiner jungen Familie in seine Heimat Costa Rica zurückgekehrt. Für ihn geht damit ein grosser Traum in Erfüllung. Auch Lea freut sich über das neue Leben. Hier kann ihre Tochter Sol mitten in der Natur aufwachsen. Doch noch gibt es kein fliessendes Wasser und es wartet viel Arbeit auf sie. In Japan haben Lio und Levi ein Schwesterchen bekommen. Sandra ist überglücklich, auch wenn es vor der Geburt Komplikationen gab. Dass Yusuke Vaterschaftsurlaub nehmen konnte und Sandras Mutter aus der Schweiz anreiste, war eine grosse Hilfe. Erstausstrahlung: 13.11.2026
Samschtig-Jass
Unterhaltung · 2026
Résumé et détails
Was bleibt, wenn die Hälfte fehlt? Wann ist der richtige Zeitpunkt – und wann der falsche? Und wie lange dauern eigentlich fünf Minuten ... gefühlt? Ursus und Nadeschkin denken quer, drehen Zeit und Rollen auf links und bringen ein Gesamtkunstwerk auf die Bühne, das sich irgendwo zwischen Sprachakrobatik, Musik, Tanz und grandioser Verwirrung bewegt. Seit fast vier Jahrzehnten touren die Gewinner des «Prix Walo» und Salzburger Stier sowie Ehrenpreisträger des Deutschen Kleinkunstpreis durch die Welt. Von Zürich bis New York, von Berlin bis Melbourne, vom Konzertsaal in den Zirkus, vom Schauspielhaus ins Fernsehen – und jetzt sogar in den «Samschtig-Jass». Die beiden haben fleissig geübt – vor allem Nadeschkin. Ursus ist irgendwo in der Übungsphase hängen geblieben. Wer jasst nun eigentlich besser – und liegt sogar der Jasspokal drin? Die Jass-Schweiz wird auch in den Genuss eines «Müschterli» aus ihrem elften Bühnenprogramm «PRSPKTVNWCHSL» kommen, wenn sich die beiden übers Shopping einer Winterjacke streiten – leidenschaftlich, mit Humor und viel Charme.