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TV-Programm ARTE Deutschland am 10/10/2026

heute

ARTE Deutschland · Ganzer Tag

Längengrad Filmproduktion/Harun Rahman

Paradiese aus Menschenhand

Hoffnung für den Regenwald?

2021 · Deutschland

Beschreibung und Details

Die südostasiatische Insel Borneo ist eine Schatzkammer der Artenvielfalt: Während in deutschen Wäldern rund 90 Baumarten leben, gedeihen in den Regenwäldern Borneos bis zu 1.200 Arten auf einem halben Quadratkilometer. Auch die Zahl der Tierarten ist enorm, und jedes Jahr werden neue entdeckt. Mitte des vergangenen Jahrhunderts begann allerdings eine beispiellose Vernichtung: Um Holz zu gewinnen und Ackerflächen anzulegen, entwaldete man riesige Gebiete. In manchen Jahren exportierte Borneo mehr Holz als Afrika und Südamerika zusammen. Mit dem Beginn des Palmöl-Booms nahm die Zerstörung noch zu. Mit der Vernichtung ihres Lebensraumes verschwanden viele Tiere. Das kleine Borneo-Nashorn starb in Malaysia aus, Tiere wie Nasenaffen, Zwergelefanten und Orang-Utans sind stark bedroht. Der malaysische Bundesstaat Sabah im Nordosten Borneos hat sich für ein Umdenken entschieden. Die berüchtigten Palmölplantagen, denen in den Tropen riesige Urwälder zum Opfer fallen, dürfen nur noch nachhaltig und ohne weitere Waldvernichtung betrieben werden. Ein großer Teil Sabahs steht unter Naturschutz. Die Menschen in Sabah wollen den Regenwald zurück. Regenwaldbäume werden neu angepflanzt, grüne Korridore aus Bäumen sollen ursprüngliche Waldgebiete verbinden und neue Lebensräume für seltene Tiere schaffen. Der Wald, der auf diese Weise entsteht, wird lange brauchen, bis er wieder das wird, was er einmal war: Regenwald. Aber schon jetzt zieht man neue Erkenntnisse aus der Aufforstung und der Renaturierung.

Regie : Lara Ariffin, Ulf Marquardt

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Paolo Pisacane

Volkskrankheit Adipositas - Neue Therapien, neue Risiken?

2025 · Deutschland

Beschreibung und Details

Adipositas ist längst zur globalen Herausforderung geworden: Mehr als eine Milliarde Menschen sind betroffen, Tendenz steigend. Die chronische Erkrankung erhöht das Risiko für Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Belastungen. Doch die Medizin steht nicht still. Mit neuartigen Medikamenten wie den GLP-1-Rezeptoragonisten, die das Sättigungsgefühl regulieren, und bahnbrechenden Methoden wie der tiefen Hirnstimulation in Mailand, die Esssucht direkt im Gehirn bekämpft, werden neue Wege beschritten. Die Dokumentation begleitet Forscherinnen, Ärzte und Betroffene in vier europäischen Ländern. In Mailand zeigt ein Ärzteteam, wie elektromagnetische Stimulationen die Dopamin-Ausschüttung beeinflussen und so die Kontrolle über das Essverhalten zurückgeben. In Dänemark profitiert ein Teenager von einem neuen Medikament, das ihm ermöglicht, seinen Alltag wieder aktiv zu gestalten. Gleichzeitig werden klassische Therapieansätze wie Magenoperationen weiterentwickelt - präziser und risikoärmer als je zuvor. Doch auch die neuesten Therapien kommen nicht ohne eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten aus. Die Dokumentation fragt: Können diese Innovationen die Adipositas-Epidemie stoppen? Und welche Risiken bringen sie mit sich? Ein europäischer Blick auf eine der drängendsten Gesundheitsfragen unserer Zeit.

Regie : John A. Kantara, Ursula Duplantier

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ARTE

Macht Fertigessen krank?

42 - Die Antwort auf fast alles

2026 · Deutschland

Beschreibung und Details

Fertigessen ist kein ganz neues Phänomen: Die ersten Produkte entstehen Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Industrialisierung. Heute bietet ein gut ausgestatteter Supermarkt über 60.000 Produkte, von denen viele industriell hergestellt wurden. Aber macht diese neue Nahrung krank? Die sogenannte NOVA-Klassifikation, entwickelt von dem brasilianischen Arzt und Epidemiologen Carlos Monteiro, bietet eine Methode, um diese Frage wissenschaftlich zu beantworten. Die französische Epidemiologin Mathilde Touvier ist eine Anhängerin des Konzepts: Sie glaubt, mit Hilfe der Theorie zeigen zu können, dass der erhöhte Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel ernsthaft krank macht. Doch das NOVA-Konzept hat auch vehemente Kritiker: Zum Beispiel den Lebensmittelchemiker Thomas Henle von der Technischen Universität Dresden. Henle hält die Theorie für unwissenschaftlich. Produkte, die wertvolle Nährstoffe enthielten, würden fälschlich unter Generalverdacht gestellt. Tilman Kühn von der Hochschule Fulda kann diese Kritik nachvollziehen: Studien würden zeigen, dass ein Teil der hochverarbeiteten Lebensmittel sogar positive Effekte für die Gesundheit haben könne. Dennoch sieht Kühn auch Gefahren im Fertigessen - und fordert eine bessere Regulierung durch die Politik.

Regie : Max Lebsanft

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Florianfilm

Köstliches Ligurien

Cinque Terre - Ein Leben zwischen Felsen und Meer

2026 · Deutschland

Beschreibung und Details

Nur wenige Kilometer Küste, aber tausende Kilometer Trockenmauern: Die Cinque Terre gehören zu den am härtesten erarbeiteten Kulturlandschaften Italiens. Hoch über Monterosso lebt Pater Renato Brenz Verca im Kapuzinerkloster. In seinem "Paradiesgarten der Mönche" wachsen Wildkräuter und Zitronen, aus denen er einfache, traditionelle Gerichte der klösterlichen Küche zubereitet. In Vernazza arbeitet Margherita Ermirio an den steilen Hängen der Cinque Terre. Stein für Stein repariert sie Trockenmauern, die die Landschaft überhaupt erst tragen. Aus den Zitronen, die an den Hängen wachsen, kocht sie Marmelade und backt einen Kuchen. Der Massentourismus hat Leben und Landschaft der Cinque Terre tiefgreifend verändert: Zimmer zu vermieten, ist oft lukrativer, als kleine, schwer zugängliche Ackerfelder zu bewirtschaften oder von einer kleinteiligen, nachhaltigen Fischerei zu leben. Zwei, die nach einem Gleichgewicht zwischen neuer Realität und Tradition suchen, sind Lorenzo und Guido Galletti. Lorenzo macht aufgegebene Ackerflächen wieder urbar. Seine Felder sind klein, verstreut und oft nur zu Fuß erreichbar; für Traktoren oder große Maschinen ist hier kein Platz. Die Ernte verarbeitet er zu gefüllten Ravioli. Guido ist einer der letzten aktiven Fischer der Cinque Terre. In Corniglia - dem einzigen Ort ohne Hafen - gehört zur Fischerei auch ein erheblicher körperlicher Kraftaufwand. Neben dem Fischen bewirtschaftet er alte Ackerfelder. Sein Sohn Pietro Galletti kocht daraus einfache Gerichte - in einem kleinen Lokal mit atemberaubendem Blick auf das Meer.

Regie : Francesca D’Amicis

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Passion Pictures Ltd

Tierische (R)Evolution

Unsere Erde

2023 · Großbritannien

Beschreibung und Details

Diese Folge beginnt im Senegal: Die hier lebenden Schimpansen - die nächsten Verwandten des Menschen - sind stark von ihrer Umwelt abhängig. Bei Dürre müssen sie ihren gesamten Erfindungsreichtum aufbringen, um Nahrung und Wasser aufzuspüren. In Alaska haben die Buckelwale mit anderen Problemen zu kämpfen. Sie sind die Hüter eines Ozeans, dessen Veränderungen nicht immer mit bloßem Auge und manchmal nur in biologischen Daten sichtbar werden. In einem abgelegenen Gebiet ernähren sich die Buckelwale mittlerweile von Junglachsen - einem Fisch, der bisher nicht auf ihrem Speiseplan stand. Es scheint, als stünde der Wal dem Menschen in Sachen Erfindungsgabe in nichts nach. Im Hochland der Sierra Nevada ist eine Schmetterlingsart besonders vom Klimawandel betroffen: Euphydryas editha. Seit 30 Jahren beobachtet Camille Parmesan, wie dieser Falter in Reaktion auf den weltweiten Temperaturanstieg in immer größere Höhen ausweicht. Damit erbrachte sie einen der ersten Beweise für die Reaktion von Tieren auf die Erderwärmung. In den Wäldern Kanadas hat ein reiskorngroßes Insekt einen erheblichen Einfluss auf seinen Lebensraum: Der Bergkiefernkäfer, dessen Evolution parallel zu jener der Bäume verlief. In Zeiten des Klimawandels ist das Insekt zur Gefahr für Milliarden von Bäumen geworden. Auf den Galapagos-Inseln, deren Tierwelt Charles Darwin wichtige Impulse für seine Evolutionstheorie gab, beobachten Forschende heute eine extreme Form der physiologischen Anpassung. Sie haben festgestellt, dass Meerechsen ihr Skelett verkleinern und wieder vergrößern können. Eine Gruppe von Forschenden versucht herauszufinden, wie ihnen das gelingt.

Regie : Oliver Twinch

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Tierische (R)Evolution

Inseln

2023 · Großbritannien

Beschreibung und Details

Die Welt verändert sich mit atemberaubender Geschwindigkeit - und auf den Inseln unserer Erde lässt sich besonders gut beobachten, wie die Tierwelt auf diese Änderungen reagiert. Der Evolutionsbiologe Shane Campbell-Staton reist zu den Galapagos-Inseln. Heute beobachten Forschende neue evolutionäre Anpassungsformen: Seelöwen ernähren sich mittlerweile nicht nur von Sardinen, sondern auch von Thunfisch - und um diesen zu jagen, haben sie eine völlig neuartige Jagdmethode entwickelt. In der Karibik haben Forschende entdeckt, dass sich eine Echsenart evolutiv an Hurrikane angepasst hat. Auf den Turks- und Caicos-Inseln hat Anolis scriptus größere und besser haftende Zehen sowie längere Vorderbeine entwickelt, um sich bei starkem Wind wirksamer festhalten zu können. Auf Hawaii findet ein evolutionäres Wettrennen zwischen Pazifik-Feldgrillen und einer invasiven parasitischen Fliegenart statt. Auf einer Insel in der Antarktis war der Riesenpiper durch die Einschleppung von Ratten stark gefährdet. Dank eines umfassenden Schutzprogramms ist sein Gesang nun wieder zu hören. Auf dem Sansibar-Archipel leiden die Roten Stummelaffen unter Abholzung und der Ankunft neuer landwirtschaftlicher Nutzpflanzen, durch deren Verzehr sie krank werden. Doch sie haben ein Gegenmittel gefunden: Sie essen Kohle, um die Giftstoffe zu neutralisieren. Und auch die dort lebenden Menschen bleiben nicht untätig: Um das Meer zurückzuhalten und die Dörfer zu schützen, wurden dank lokaler Initiativen auf der ganzen Insel Mangrovenbäume gepflanzt - im Rahmen eines Projekts, das sich mittlerweile bis auf den afrikanischen Kontinent erstreckt.

Regie : Oliver Twinch

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Tierische (R)Evolution

Wüsten

2023 · Großbritannien

Beschreibung und Details

Im Senegal leben Savannen-Schimpansen unter Bedingungen, die sie an ihre körperlichen Grenzen bringen. In der Region Fongoli filmt das Team bisher ungesehene Szenen: Die Schimpansen flüchten sich in Höhlen, um sich vor der sengenden Hitze in Sicherheit zu bringen. In der Wüste Negev in Israel klettert der Nubische Steinbock über Felswände, um seltsame Oasen zu erreichen: Städte. Wenn die Sonne in der Sahara im Zenit steht, kann kaum ein Lebewesen unter freiem Himmel überleben - anders die Silberameise. Die schnellste Ameise der Welt musste sich anpassen, um diese Temperaturen auszuhalten. Sie jagt im Eiltempo, um Nahrung zu erbeuten und diese rechtzeitig zum Nest zu bringen. Im australischen Outback lebt der Zebrafink. Der kleine Vogel verfügt über eine mysteriöse Gabe, Wasser aufzuspüren. Darüber hinaus entwickelte die Art eine weitere außergewöhnliche Überlebensstrategie: Beim Brüten singt das Weibchen, um das Wachstum der Küken hinauszuzögern. Je kleiner die Jungen sind, desto bessere Überlebenschancen haben sie in der Hitze. In der Wüste Gobi in der Mongolei leben die seltenen Wildkamele. Sie sind so widerstandsfähig, dass sie Jahrzehnte von Atomtests überlebt haben. Ein Forscher versucht herauszufinden, wie ihnen das gelang. Auch Menschen müssen sich weltweit an höhere Temperaturen und Desertifikation anpassen. In Marokko erzählen Ortsansässige von den Problemen, mit denen sie zu kämpfen haben. Ihre Berichte erklären die größer werdende Zahl von Klimaflüchtlingen und wecken zugleich Hoffnung: Um der Desertifikation entgegenzuwirken, wenden sich die Menschen der Natur zu.

Regie : Nick Stringer

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Passion Pictures Ltd

Tierische (R)Evolution

Eis

2023 · Großbritannien

Beschreibung und Details

In der Arktis leben Eisbären heute mehr auf dem Festland als auf Packeis, da sich dieses immer später im Jahr bildet. Die Packeisbedeckung lässt sich nur noch schwer einschätzen, deshalb liefert das Verhalten der Eisbären wertvolle Hinweise. In den schottischen Highlands zeigt sich an den Schneehasen, wie sehr sich die Jahreszeiten bereits verändert haben: Ihr Fell, das im Winter seine weiße Tarnfarbe annimmt, bietet ihnen keinen Schutz vor Fressfeinden mehr, weil der Schnee zu früh schmilzt. Auch in den südlichen Rocky Mountains setzt die Schneeschmelze jedes Jahr etwas zeitiger ein. Deshalb findet der Breitschwanzkolibri immer weniger Nahrung. In der Antarktis haben die Eselspinguine ihr Jagdverhalten an die nunmehr eisfreien Küsten angepasst. Nicht so flexibel sind die Adeliepinguine: Ihr Wanderverhalten liefert Aufschlüsse darüber, wo das Packeis stabil bleibt. Auf den subantarktischen Inseln im Südpolarmeer brüten die Wanderalbatrosse. Anhand der Daten, die mit GPS-Sender ausgestattete Vögel übermitteln, wurde herausgefunden, dass sich die Windverhältnisse im Südpolargebiet gewandelt haben. Auf der anderen Seite des Globus wird der Polarfuchs von einem größeren Artgenossen, dem Rotfuchs, aus seinem angestammten Territorium vertrieben. Dies zeugt von einschneidenden Veränderungen in der Polarkreisregion. In Skandinavien schließlich haben Feldversuche gerade bestätigt, was die indigenen Samen von jeher wissen: Die Beweidung durch Rentierherden ist gut für die Tundra.

Regie : Charlotte Lathane

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Passion Pictures Ltd

Tierische (R)Evolution

Steppen

2023 · Großbritannien

Beschreibung und Details

Die Reise beginnt in Tansania, im legendären Serengeti-Nationalpark. Forschende fanden heraus, dass die weiten Graslandschaften Kohlenstoff aus der Atmosphäre speichern. Gesunde Wiesen könnten demnach im Kampf gegen den Klimawandel eine essenzielle Rolle spielen. In Patagonien konnten sich Grünlandflächen regenerieren, nachdem Zäune entfernt und die Jagd auf die Tiere verboten wurde, die sich nun wieder frei bewegen können. Hier spielen die Pumas für das Ökosystem eine wichtige Rolle: Sie halten die Guanakos auf Trab und verhindern so, dass zu viel Gras an einer Stelle abgeweidet wird. Das sorgt für ein regelmäßiges Nachwachsen der Vegetation. Die nordamerikanischen Prärien fielen zum Großteil der Massentierhaltung zum Opfer; nur wenige dieser majestätischen Steppen sind noch in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Die Bisons sind dieser Gefahr nur knapp entronnen - inzwischen erholen sich ihre Bestände wieder. Gemeinsam mit den Präriehunden ermöglichen sie einheimischen Wildpflanzen und anderen wilden Tieren, die weiten Grasflächen zurückzuerobern. In Kansas öffnete ein Heuschreckensterben den Menschen die Augen für die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ökosysteme der Graslandschaften. Heute weiß man, dass Steppen noch mehr CO2 binden können als manche Wälder und dass ihre Wiederherstellung den Klimawandel erheblich verlangsamen könnte. Am Ende der Reise nehmen Sioux und Assiniboine in Fort Peck die größte Bisonherde, die je von Yellowstone hierhergebracht wurde, in Empfang. Die Wiederkäuer sollen dazu beitragen, die legendäre nordamerikanische Prärie wiederherzustellen.

Regie : Charlotte Lathane

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ARTE

Stadt Land Kunst Spezial

Schweiz

2024 · Frankreich

Beschreibung und Details

(1) Das Schweizer Exil von Gustave Courbet 1873 sah sich der Maler Gustave Courbet (1819-1877) gezwungen, seine Staffelei an den Ufern des Genfer Sees aufzubauen. Der Schöpfer des Selbstporträts "Der Verzweifelte" (1844/45) und des Skandalgemäldes "Der Ursprung der Welt" (1866) war auf der Flucht: Wegen seiner aktiven Teilnahme am Aufstand der Pariser Kommune wurde er polizeilich gesucht. Also rasierte sich der gesundheitlich angeschlagene Starkünstler, nahm einige Bilder und seine Ausrüstung unter den Arm und flüchtete bei Nacht und Nebel über die französisch-schweizerische Grenze. Der rebellische Künstler, der den Anarchisten nahestand, fand in der Schweiz neue Motive, die seiner Maßlosigkeit entgegenkamen. (2) An der Waadtländer Riviera lebt es sich gut - und diskret Die Waadtländer Riviera ist berühmt für ihre Traumlandschaft von fast zu perfekter Schönheit mit schwindelerregenden Gipfeln, die sich im glitzernden Wasser des Genfer Sees spiegeln, Bilderbuchdörfern und Märchenschlössern. In den vergangenen 150 Jahren hat sich die nur 30 Kilometer schmale Uferregion zudem den Ruf erworben, all denjenigen Zuflucht zu bieten, die ihr Vermögen im Land der Nummernkonten diskret in Sicherheit bringen und vom Fiskus unbehelligt genießen wollen. (3) Julians Barschfilets am Genfer See In Genf zeigt der junge Koch Julian, wie er Barschfilets zubereitet. Fang und Zubereitung dieser Fische haben am Genfer See eine lange Tradition. (4) Schweiz: Der verschwundene Charlie Chaplin Am Nordufer des Genfer Sees, an der Waadtländer Riviera, leben die Reichen und Schönen dieser Welt zurückgezogen in ihren Villen und ausgewählten Pensionaten. Auch Charlie Chaplin verbrachte hier die letzten Tage seines Lebens. Doch wenige Wochen nach seinem Tod im Dezember 1977 verschwand sein Sarg auf spektakuläre Weise …

Besetzung : Linda Lorin

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ARTE

Stadt Land Kunst Spezial

Französisch-Guayana

2025 · Frankreich

Beschreibung und Details

(1) Französisch-Guayana: Der Aufstand von Léon-Gontran Damas Der französisch-guayanische Dichter und Schriftsteller Léon-Gontran Damas gilt - neben Aimé Césaire und Léopold Sédar Senghor - als Mitbegründer der Négritude. Die literarisch-philosophische Strömung nahm in den 1930er Jahren ihren Anfang und trat für schwarze Selbstbehauptung ein. Damas prangert die kulturelle Fremdbestimmung an, der seine Landsleute über Generationen ausgesetzt waren, kritisiert die Klassengesellschaft und die Assimilationspolitik der Kolonialmacht Frankreich. Seine Texte ahmen den synkopischen Rhythmus des Jazz und die wiederkehrenden Lamentationen des Blues nach und reflektieren die dunklen Kapitel in der Geschichte Guayanas: von der Sklaverei bis zur kolonialen Unterdrückung. (2) Französisch-Guayana: Karneval als Gemeinschaftserlebnis Mit der Regenzeit halten Musik und Tanz im Stadtzentrum von Cayenne Einzug. Vom Anfang des Jahres bis Aschermittwoch wird das Leben der Einwohner vom Karneval bestimmt. Bei Bällen und Umzügen kommen alle Gemeinschaften der Region zusammen. So stärkt das Fest die Identität einer Bevölkerung mit bewegter Geschichte. (3) Französisch-Guayana: Thierrys Fisch mit Sauce Chien In Saint-Georges-de-l'Oyapock kauft Thierry frischen Fisch und bereitet ihn mit einer Soße zu, die in Französisch-Guayana sehr beliebt ist: die Sauce Chien, zu Deutsch "Hundesoße" - eine leckere Mischung aus verschiedenen Gemüsen, Kräutern und Gewürzen. Während Thierry am Strand die Zutaten schnippelt, erklärt er, woher der Name kommt und dass er nichts mit dem besten Freund des Menschen zu tun hat. (4) Ein unerwarteter Präsident in Französisch-Guayana Wer durch die grünen Wälder von Französisch-Guayana wandert, der kann eine der artenreichsten Faunen der Welt bestaunen. Als sich im 19. Jahrhundert Frankreich und Brasilien um diese Gegend stritten, ernannten französische Entdecker heimlich ihren eigenen Präsidenten …

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Robert Viglasky

Der Code des Killers

Serie Großbritannien 2015

2015 · Großbritannien

Beschreibung und Details

Ende November 1983 in Narborough, einem kleinen bürgerlichen Vorort der englischen Stadt Leicester: Die 15-jährige Lynda Mann ist auf dem Weg nach Hause, als sie vergewaltigt und erdrosselt wird. Nachdem ihre Leiche auf einem nahe gelegenen Sportplatz gefunden wurde, übernimmt Kriminalhauptkommissar David Baker die Ermittlungen. Zur gleichen Zeit arbeitet der Wissenschaftler Alec Jeffrey an der Universität von Leicester daran, DNA zu entschlüsseln. Mit dieser Entdeckung könnten einmalige Muster und Verwandtschaftsverhältnisse nachgewiesen werden. Doch die bisherigen Ergebnisse sind unbrauchbar. Trotzdem ist Alec so fasziniert von seiner Arbeit, dass er seine Familie vernachlässigt. Ein Jahr nach Lyndas Ermordung ist der Täter noch nicht gefasst und David Baker kann die Ermittlungen nur mit einem reduzierten Team fortführen, ohne viel Hoffnung auf Erfolg. Alec Jeffreys gelingt hingegen endlich der erhoffte Durchbruch: die perfekte Entschlüsselung einer DNA-Sequenz. Doch kann die Technik auch bei einem Mordfall eingesetzt werden? Die dreiteilige Serie basiert auf den wahren Mordfällen zweier Mädchen aus Leicester in den Jahren 1983 und 1986. Die Entdeckung des genetischen Fingerabdrucks durch Alec Jeffreys im Jahr 1984 wurde erstmals zur Überführung eines Mörders genutzt. Die Serie wurde mit dem inzwischen pensionierten Alec Jeffreys und dem ehemaligen Chefermittler David Baker entwickelt. Regie führte James Strong. Hauptdarsteller John Simm ist dem ARTE-Publikum aus der Serie "Life on Mars: Gefangen in den 70ern" bekannt.

Regie : James Strong

Besetzung : John Simm, David Threlfall, Anna Madeley, Lorcan Cranitch, Robert Glenister, Jaz Singh Deol, Andrew Tiernan, Jessica Hargreaves, Hannah Walters, Tobias Burton-Rudge, Emma Lundy, Dorothy Atkinson, Neil Edmond

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Robert Viglasky

Der Code des Killers

Serie Großbritannien 2015

2015 · Großbritannien

Beschreibung und Details

Die kleine Gemeinde Narborough hat die Vergewaltigung und Ermordung der 15-jährigen Lynda Mann vor drei Jahren noch nicht verarbeitet. Damals fand sich trotz intensiver Ermittlungen kein Täter. Nun scheint der Mörder wieder zugeschlagen zu haben: Die gleichaltrige Dawn Ashworth wird vermisst und nach zwei Tagen auf einer Weide vergewaltigt und erdrosselt aufgefunden. Kriminalhauptkommissar David Baker und sein Team jagen nun einen Serienmörder. Am Tatort fällt der junge Gavin Hopkirk mit einer Aussage auf: "Ihr habt sie also gefunden? Ich wusste, ihr habt am falschen Ort geschaut." Die Ermittler verhaften den jungen Mann, und nach einiger Zeit in der Vernehmung gesteht er Dawns Ermordung. Zwar streitet er den Mord an Lynda vehement ab, aber Davids Team freut sich, endlich einen Schlussstrich unter die Fälle zu setzen. Doch im Detail passen Gavins Aussagen nicht: Dawn trug ein Kleid, keine Hose. David Baker will sichergehen. Er erfährt von einer neuen DNA-Methode und erhofft sich davon ein einwandfreies Ergebnis. Dafür besucht er Alec Jeffreys, den Entdecker des genetischen Fingerabdrucks, der einige Kilometer entfernt an der Universität von Leicester forscht. Die erst zwei Jahre zuvor entwickelte Technik der DNA-Bestimmung könnte helfen, die Spermaproben vom Tatort mit Gavins Blut zu vergleichen.

Regie : James Strong

Besetzung : John Simm, David Threlfall, Anna Madeley, Lorcan Cranitch, Robert Glenister, Jaz Singh Deol, Andrew Tiernan, Jessica Hargreaves, Tobias Burton-Rudge, Emma Lundy, Dorothy Atkinson, Neil Edmond

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Robert Viglasky

Der Code des Killers

Serie Großbritannien 2015

2015 · Großbritannien

Beschreibung und Details

1987 in Narborough, einem Vorort von Leicester: Kriminalhauptkommissar David Baker und sein Team ermitteln in zwei ähnlichen Mordfällen. 1983 wurde die 15-jährige Lynda Mann vergewaltigt und erdrosselt, drei Jahre später die gleichaltrige Dawn Ashworth. Ein Tatverdächtiger, der bereits gestand, kann mit Hilfe einer DNA-Analyse von Wissenschaftler Alec Jeffreys als Täter ausgeschlossen werden. Allerdings kann Alec beweisen, dass die Spermaspuren an beiden Tatorten von derselben Person stammen. Ohne weitere Anhaltspunkte kommt Kriminalhauptkommissar David Baker plötzlich die Idee: Statistisch gesehen leben die meisten Täter in einem Umkreis von fünf Meilen um den Tatort. Wenn nun alle Männer zwischen 18 und 34 Jahren in diesem Gebiet auf ihre DNA getestet werden würden, könnte man die genetischen Fingerabdrücke vergleichen und so den Täter finden. Aber wie soll man 5.000 Männer dazu bringen, freiwillig eine Blutprobe abzugeben? Außerdem ist die Analyse jeder Probe kostspielig. Nach anfänglichem Widerstand des sparsamen Innenministeriums gelingt es David, die Finanzierung zu sichern, und Alecs Team kann in der Stadthalle von Narborough die ersten Proben nehmen. Einen solchen Massentest hat es noch nie gegeben. Immer mehr Männer können so als Täter ausgeschlossen werden. Doch im Labor stauen sich die Proben, die Analyse dauert lange. Die größte Herausforderung: Gelingt es dem Täter, das System zu umgehen, würde die Glaubwürdigkeit des DNA-Verfahrens erschüttert. Das Team steht unter Druck. Dann taucht eine Zeugin mit einem Hinweis auf, der die entscheidende Wendung bringt ... Alec Jeffreys et David Baker ont obtenu des fonds du ministère pour organiser une campagne de prélèvements sanguins.

Regie : James Strong

Besetzung : John Simm, David Threlfall, Anna Madeley, Lorcan Cranitch, Robert Glenister, Jaz Singh Deol, Andrew Tiernan, Jessica Hargreaves, Hannah Walters, Emma Lundy, Dorothy Atkinson, Neil Edmond, Adam Nagaitis, Nathan Wright

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Alpenway Media

Italiens unbekannter Norden

Das Aostatal

2025 · Deutschland

Beschreibung und Details

Im äußersten Nordwesten Italiens liegt das Aostatal. Die Alpenregion ist umgeben von einigen der berühmtesten und höchsten Gipfeln der Alpen: Gran Paradiso, Mont Blanc, Monte Rosa, Matterhorn - alle über 4.000 Meter hoch. Zugleich ist die Region die kleinste und am dünnsten besiedelte des Landes. Der Nationalpark Gran Paradiso ist nicht nur geprägt von majestätischen Bergen, sondern beheimatet auch eine vielfältige Tierwelt. Engagierte Parkranger wie Mario Bizel und Stéphanie Bethaz schützen Flora und Fauna. Auch Gletscher sind Gegenstand intensiver Forschung: Geologe Paolo Pogliotti überwacht sie mit modernster Technik. Bergführerin Anna Torretta gibt ihr Wissen im Eisklettern an Frauen weiter. Im Valgrisenche bewahrt Familie Bethaz mit Hingabe die Tradition des Fontina-Käses. In Chamois, einem der wenigen autofreien Dörfer Italiens, sichert Elvis Baravex den Betrieb der Seilbahn - sie ist die Lebensader für die kaum mehr als 100 Einwohnerinnen und Einwohner. In einigen der höchsten Weinberge Europas trotzen rund um Morgex und La Salle Winzer wie Nicolas Bovard und Vanda Angelini den extremen Bedingungen, um aus der Prié-Blanc-Traube Weißwein zu gewinnen. Dank idealer Beobachtungsbedingungen mit durchschnittlich 200 klaren Nächten pro Jahr und fortschrittlicher Forschungstechnik liefert das Observatorium von Saint-Barthélemy unter der Leitung von Astrophysiker Jean Marc Christille neue Erkenntnisse über das Universum. Ob auf Gletschern, Almen oder unter den Sternen: Das Aostatal steht für wilde Schönheit und eine tiefe Verbundenheit der Menschen mit der Bergwelt.

Regie : Simona Risi

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ARTE

Mit offenen Karten

Medikamente: Ein globaler Markt

2026 · Frankreich

Beschreibung und Details

Angesichts des Risikos von Lieferengpässen und dem strategischen Aspekt der Gesundheitssouveränität wollen unter anderem viele europäische Länder die Herstellung der wichtigsten Medikamente wieder ins eigene Land zurückholen. Zwar belegen die USA nach wie vor einen zentralen Platz in der Pharmaforschung - nicht zuletzt zur Bekämpfung von Krebs, aber auch die chinesische Biotechnologie behauptet sich zunehmend. Diese Entwicklungen illustrieren das Aufkommen einer sowohl wirtschaftlichen, technologischen als auch geopolitischen Rivalität im globalen Gesundheitswesen.

Besetzung : Émilie Aubry

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ARTE Reportage

Reportage Frankreich, Deutschland 2026

2026 · Frankreich, Deutschland

Beschreibung und Details

Aktuelle europäische und internationale politische Themen und Herausforderungen, ergänzt durch historische Erläuterungen und geopolitische Analysen. "ARTE Reportage" berichtet über die Fakten und die menschlichen Verhältnisse, die sich hinter diesen Fakten verbergen.

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ARTe

ARTE Journal

Nachrichten Frankreich, Deutschland 2026

2026 · Frankreich, Deutschland

Beschreibung und Details

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

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ARTE

Tracks East

Wie mit Geschichte Politik gemacht wird

2026 · Deutschland

Beschreibung und Details

UPA, die ukrainische Aufstandsarmee, wird in Polen für Massaker an polnischen Zivilisten im Zweiten Weltkrieg verantwortlich gemacht, bei denen Schätzungen zufolge bis zu 100.000 Menschen ermordet wurden. In der Ukraine dagegen sieht man in der UPA vor allem ein Symbol des Widerstands gegen die Sowjetunion. "Tracks East" begibt sich auf Spurensuche und fragt, wie mit Geschichte heute Politik gemacht wird. In der Westukraine begleitet "Tracks East" polnische und ukrainische Forensiker bei der Exhumierung von Opfern der Wolhynien-Massaker und trifft den Historiker Leon Popek, dessen Familie betroffen war. Auch Karolina Romanowska kämpft für die Aufarbeitung: 18 Angehörige ihrer Familie wurden 1943 in Wolhynien ermordet. Sie setzt sich für die polnisch-ukrainische Versöhnung ein und wendet sich gegen die Instrumentalisierung der Wolhynien-Opfer durch Polens politische Rechte. In Lwiw zeigt sich, dass die ukrainische Perspektive auf die UPA eine vollkommen andere ist: Straßen und Denkmäler erinnern an die Aufstandsarmee und den Führer der ukrainischen Nationalisten, Stepan Bandera. Die Erinnerung an den Kampf um den eigenen Staat prägt bis heute das ukrainische Selbstverständnis, die Verbrechen an Polen und Juden treten dabei in den Hintergrund. Das Verhältnis zwischen Warschau und Kiew ist auf einem Tiefpunkt. Wie beeinflusst der Streit über die Vergangenheit die Solidarität zwischen Polen und der Ukraine?

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Abendprogramm
© A. Frich/Centre National de Préhistoire/MCC Foto: ARTE F Honorarfreie Verwendung nur im Zusammenhang mit genannter Sendung und bei folgender Nennung "Bild: Sendeanstalt/Copyright". Andere Verwendungen nur nach vorheriger Absprache: ARTE-Bildredaktion, Silke Wölk Tel.: +33 3 90 14 22 25, E-Mail: bildredaktion@arte.tv

Auf den Spuren prähistorischer Künstler - Die Chauvet-Höhle

2024 · Frankreich

Beschreibung und Details

Dank des Photogrammetrie-Verfahrens, das die Erstellung von 3D-Modellen ermöglicht, kann die Chauvet-Höhle bis ins Detail erkundet werden. Spezialisten untersuchen die Wandmalereien und versuchen, ihre Bedeutung zu ergründen. Sie interessieren sich aber auch für die Überreste von Feuerstellen. Diese deuten auf große Feuer hin, die Muster aus Licht und Schatten auf die Höhlenwände warfen und vielleicht rituelle Bedeutung hatten. Damit könnte die Chauvet-Höhle eines der ersten "Theater" der Menschheit gewesen sein. Auch Klänge mögen dabei eine Rolle gespielt haben: Die junge Disziplin der Archäoakustik erforscht, wie prähistorische Stätten bewusst so gestaltet wurden, dass sie Stimmen und Geräusche zur Geltung brachten. Parallel dazu liefern die Arbeiten über das Zusammenleben von Menschen und Tieren erstaunliche Ergebnisse: Knochen und Kratzspuren von Höhlenbären sowie Fuß- und Pfotenabdrücke von Menschen und Wölfen lassen vermuten, dass diese Arten sich die Höhle teilten. Mit Hilfe all dieser wissenschaftlichen Ansätze zeigt die Dokumentation die Chauvet-Höhle nicht nur als Stätte künstlerischen Schaffens, sondern auch als Ort des Zusammenlebens, an dem Mythen und Rituale gepflegt wurden.

Regie : Alexis De Favitski

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Zadig Productions/Escalenta 2025

Sulawesi - Am Anfang war die Höhlenmalerei

2025 · Frankreich

Beschreibung und Details

Seit einiger Zeit gilt als gesichert, dass sich die Spezies Homo sapiens vor über 300.000 Jahren in Afrika entwickelte. Doch wann genau sind die Fähigkeiten zum Geschichtenerzählen und der Herstellung von Kunstwerken entstanden? Seit den Entdeckungen der Höhlenmalereien in Lascaux (rund 18.000 Jahre alt) und Chauvet (etwa 36.000 Jahre alt) schien klar, dass der entscheidende kulturelle Entwicklungssprung vor ungefähr 40.000 Jahren in Europa stattgefunden haben muss. 2014 wurde diese Annahme jedoch durch einen wichtigen wissenschaftlichen Fortschritt infrage gestellt: Dank einer neuen Datierungsmethode konnte nachgewiesen werden, dass Felsmalereien auf der indonesischen Insel Sulawesi, die bislang nur auf einige Tausend Jahre geschätzt worden waren, mindestens 40.000 Jahre alt sind. Seither wurden auf Sulawesi Hunderte weiterer Höhlen mit Malereien entdeckt, deren Mindestalter inzwischen auf 51.200 Jahre datiert wurde. Diese Entdeckungen schafften es auf die Titelseiten renommierter Wissenschaftsjournale und sorgten für ein neues Verständnis der evolutionären Entwicklung des Homo sapiens. In der Januarausgabe 2026 der Fachzeitschrift "Nature" stellt ein Artikel die bislang älteste bekannte Malerei der Welt vor - sie soll mindestens 67.800 Jahre alt sein. Diese bahnbrechende Erkenntnis zeigt, dass Homo sapiens figurative Darstellungen mehr als 20.000 Jahre früher schuf als bislang angenommen. Die Funde auf Sulawesi legen zugleich nahe, dass die Fähigkeit zur Kunst bereits wesentlich früher entstanden sein könnte - möglicherweise noch in Afrika, bevor sich Homo sapiens von dort aus über andere Teile der Welt verbreitete.

Regie : Pascal Goblot, Denis van Waerebeke

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Thorin - Der letzte Neandertaler

2024 · Frankreich

Beschreibung und Details

Bevor die Neandertaler vom Erdboden verschwanden, lebten sie für eine Dauer von rund 300.000 Jahren auf dem eurasischen Kontinent. Warum starben sie aus? Wie trat der Homo sapiens an ihre Stelle? Die Forschungen des Teams um Ludovic Slimak deuten darauf hin, dass Homo sapiens bereits vor rund 54.000 Jahren im Rhônetal präsent war - deutlich früher als bisher angenommen. Zugleich zeigen die außergewöhnlich gut erhaltenen Ablagerungen, dass Homo sapiens und Neandertaler die Höhle in sehr kurzer zeitlicher Folge nutzten und sich möglicherweise in der Region begegneten. In der Grotte Mandrin sind archäologische Fundstücke außergewöhnlich gut erhalten. Dies liegt an ihrer Öffnung gen Norden, durch die der Mistral Sand in sie hineinträgt. Ausgrabungen beweisen, dass Menschen die Höhle über einen Zeitraum von rund 80.000 Jahre lang immer wieder nutzten. Die Analyse von Rußablagerungen erlaubt es, Dauer und Abfolge einzelner Besiedlungsphasen erstaunlich genau zu rekonstruieren. In einer rund 54.000 Jahre alten Schicht fanden Forscher zudem winzige Feuersteinspitzen. Sie zeigen, dass die ersten des Homo sapiens, die sich in der Höhle niederließen, mit Pfeil und Bogen jagten - und das 40.000 Jahre vor der bisher angenommenen Erfindung dieser Jagdmethode. Haben diese Homo sapiens - die ersten, deren Überreste im heutigen Westeuropa gefunden wurden - die Neandertaler aus der Grotte Mandrin vertrieben? 2015 wurde eine neue Entdeckung gemacht: In einer Schicht, die auf etwa 10.000 Jahre nach der Ankunft des anatomisch modernen Menschen zurückgeht, wurden die fossilen Überreste eines Neandertalers gefunden. Sie zeigen, dass der Neandertaler in die Grotte Mandrin zurückgekehrt sein muss. Zunächst wurde seine DNA einer alten Neandertaler-Linie zugewiesen. Über einen Verwandten wurde dann aber eine neuere Abstammungslinie der Art in Südeuropa gefunden. Seither kann bei den späten Neandertalern von einem mediterranen Zweig gesprochen werden. Die Geschichte des Aufeinandertreffens zweier Arten der Gattung Mensch im Rhône-Tal ist ein archäologischer Thriller.

Regie : Pascal Cuissot

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Abel Selaocoe beim Rheingau Musik Festival 2025

Musik Deutschland 2025

2025 · Deutschland

Beschreibung und Details

Abel Selaocoe ist ein charismatischer Performer, der die Parameter des Cellos neu definiert. Dabei ist das Cello wirklich nicht das Instrument, das man mit der südafrikanischen Heimat des Ausnahmekünstlers als erstes in Verbindung bringt. Sein Ziel ist aber genau das: Möglichkeiten auszuloten, inwiefern sich die Kultur seines Saiteninstrumentes weiterentwickelt, während es verschiedene kulturelle Räume durchschreitet. "Da wo ich herkomme, steckt man nicht alles gleich in eine Schublade", berichtet er von seiner früheren und wichtigen künstlerischen Prägung. Also hat sich Selaocoe mit großer Neugier auf die Reise in musikalische Zwischenwelten begeben. In seinen Konzerten wird die Stimme zum Instrument und der ganze Körper zum Kommunikationsmittel. Gemeinsam mit dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Perkussionisten Sidiki Dembele lässt er in einem Open-Air-Konzert im Kloster Eberbach Werke mit unterschiedlichen musikalischen Wurzeln aufeinandertreffen und so die Welt ein Stück zusammenrücken. Das Rheingau Musik Festival hat sich seit 1987 zu einem der bedeutendsten europäischen Festivals entwickelt und zieht jedes Jahr außergewöhnliche Künstlerinnen und Künstler in die reizvolle Region. Abel Selaocoes Open-Air-Konzert ist in der Reihe der Events eine Veranstaltung, die sich abhebt - eine Fusion der Gegensätzlichkeiten. Die Location des traumhaften, romanischen Klosterkreuzgangs, die Geschichte erzählt, trifft auf innovatives Cellospiel "out of the box".

Regie : Andreas Morell

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phoenix/ZDF/Associated Press/Robert Dear

Es war einmal in Nordirland

Vom Protest zum Kampf

2023 · Deutschland · -12

Beschreibung und Details

Im Nordirland der Nachkriegszeit werden Katholiken sozial geächtet und haben durch ein Wahlrecht, das Ärmere benachteiligt, auch weniger politisches Mitsprachrecht. In den 1960er Jahren werden Proteste von Seiten der Katholiken gegen dieses Ungleichgewicht häufiger. Die protestantische Minderheit fühlt sich zunehmend bedroht, und nach gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der überwiegend protestantischen Polizei Nordirlands entsendet Großbritannien Soldaten. Obwohl diese zu Anfang von beiden Seiten freundlich empfangen werden, provozieren sie dennoch die Gründung der "provisorischen IRA" durch irische Nationalisten, die mit Waffengewalt den Anschluss an Irland erkämpfen wollen. Zeitzeuginnen und -zeugen berichten von ihrer Verstrickung in diese Spirale der Gewalt - vom Gefühl, keine andere Wahl zu haben. Ehemalige Mitglieder der "provisorischen IRA", einer protestantischen Miliz und der britischen Armee erzählen von der Welle von Anschlägen, die Nordirland erschütterte. Sie gipfelt 1972 im Januar im "Bloody Sunday", an dem 14 demonstrierende Katholiken vom Militär erschossen werden: ein Wendepunkt und gleichzeitig die "beste Werbung" für die IRA, der sich viele oft noch sehr junge Männer anschließen. Im Juli desselben Jahres folgt ein neuer Höhepunkt der Gewalt, der "Bloody Friday", eine großen Anschlagsserie der IRA in Belfast. Aus friedlichem Widerstand ist bürgerkriegsähnlicher Terror geworden.

Regie : James Bluemel

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phoenix/ZDF/Alamy/Alain Le Garsmeur

Es war einmal in Nordirland

Immer mehr Tote

2023 · Deutschland · -12

Beschreibung und Details

Die Hinterbliebenen der Anschlagsopfer, aber auch die Angehörigen der Inhaftierten werden mit Verlust, Angst und Ausgrenzung konfrontiert. June McMullin gehört zu denjenigen, deren Leben zerstört werden. Ihr Ehemann galt der IRA als legitimes Anschlagsziel, weil er ein Polizist war. Ausgerechnet nach einem Besuch auf der Entbindungsstation bei ihr und dem neugeborenen Sohn wird er auf dem Parkplatz der Klinik erschossen. Lebenswege zerbrechen auf beiden Seiten der gespaltenen irischen Gesellschaft. Immer mehr regierungskritische Katholiken und IRA-Kämpfer werden in Hochsicherheitsanstalten, den sogenannten H-Blocks, inhaftiert. Anfangs genießen diese Häftlinge als politische Gefangene einen Sonderstatus im britischen Gefängnissystem. Doch als ihnen dieser entzogen wird, beginnen sie mit langjährigen Protestaktionen. 1981 münden sie in einem Hungerstreik, der neue Märtyrer schafft. Unter den Toten ist auch der Vater von Bernadette O’Donnel, die an ihrem elften Geburtstag hinter dem Sarg ihres Vaters hergehen muss - Beerdigungszug und politische Demonstration zugleich. Von der Wut der Frauen berichtet Bernadette O’Rawe. Als Frau eines inhaftierten IRA-Kämpfers fühlt sie sich allein gelassen in ihrer hilflosen Wut auf beide Konfliktparteien.

Regie : James Bluemel

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Es war einmal in Nordirland

Frieden ist möglich

2023 · Deutschland · -12

Beschreibung und Details

Das Wechselspiel aus Anschlägen und Vergeltungsattentaten zwischen IRA und protestantischen Milizen und die Militäreinsätze haben die Gräben zwischen Katholiken und Protestanten vertieft. Gleichzeitig wird deutlicher, dass es so nicht weitergehen kann. Der Wunsch nach Frieden auf beiden Seiten der Bevölkerung steigt genau wie das internationale Interesse an einer Lösung des Konflikts. 1995 besucht US-Präsident Bill Clinton die nordirische Hauptstadt Belfast, um sich für den Friedensprozess einzusetzen. Die von Extremisten beider Seiten misstrauisch beäugten Verhandlungen münden 1998 schließlich im Karfreitagsabkommen, das von der nordirischen Bevölkerung per Referendum ratifiziert wird. Die Erleichterung ist überwältigend - aber unübersehbar ist auch, dass eine ganze Generation von dem Konflikt geprägt wurde. Noch heute wohnen Katholiken und Protestanten oft in verschiedenen Gegenden. Zeitzeuginnen und -zeugen bricht heute noch die Stimme, wenn sie sich den Friedensschluss in Erinnerung rufen. Für den Ehemann eines Mordopfers war es der Sieg der Vernunft über seine Gefühle. Er stimmte für das Abkommen, obwohl dadurch der Mörder seiner Frau bereits nach zwei Jahren Haft wieder freikam. Auf beiden Seiten gab es Menschen, die den Frieden als Niederlage erlebten und gegen die Versöhnung eintraten. Am Ende war die Hoffnung auf ein Leben in Frieden stärker als der Wunsch, am zerstörerischen Hass in Nordirland festzuhalten. In einer bewegenden Begegnung des Dreiteilers vergibt ein Mann dem Soldaten, der ihn als Kind angeschossen und zu einem Leben in Blindheit verurteilt hat.

Regie : James Bluemel

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ARTE

28 Minuten

Magazin Frankreich 2026

2026 · Frankreich

Beschreibung und Details

"28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. Montags bis donnerstags moderiert von Élisabeth Quin, freitags und samstags von Renaud Dély.

Besetzung : Elisabeth Quin

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Domaine national de Chambord/Léonard de Serres

Beachtliche Bauten und ihre wilden Nachbarn

Am Wasser

2024 · Frankreich

Beschreibung und Details

Am Mont-Saint-Michel herrschen Gezeiten, die zu den stärksten in Kontinentaleuropa zählen. Sie machen die Bucht rund um die mehr als tausendjährige Abtei zu einem sich ständig wandelnden Lebensraum für Seehunde, Zugvögel und Trichterwürmer. Weiter nördlich, auf der schottischen Isle of Mull, tummeln sich Papageitaucher an der Küste, über der die Burg Duart Castle thront. Über den Klippen schwebt wieder der majestätische Seeadler. Der große Raubvogel war fast ausgestorben und gilt heute als Symbol für erfolgreichen Artenschutz. Im Loiretal bieten die Schlösser Chambord, Villandry und Chenonceau eine unerwartete Kulisse für eine vielfältige und verborgene Tierwelt. In den königlichen Wäldern verstecken sich Rothirsche, in den Feuchtgebieten seltene Salamander; Fledermäuse nisten auf alten Dachböden, und Schwalben bauen ihre Nester unter den Steinbögen. Weiter südlich offenbart die Alhambra in Granada eine weitere Facette der Beziehung zwischen Mensch und Wasser. Die Nasriden waren geniale Architekten und schufen mit ihrem wasserdurchfluteten Bauwerk eine wahre Oase für Insekten und seltene Amphibien. Die Reise endet am Pont du Gard, einem Meisterwerk römischer Ingenieurskunst. Am Fluss Gardon unter dem Aquädukt leben Biber, Vipernattern und Etruskerspitzmäuse. Ein weiterer Beweis, dass die größten Bauwerke zu Refugien für allerlei Lebewesen werden können, wenn Mensch und Natur in Einklang miteinander leben.

Regie : Patrick Morris

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