← Zurück zum TV-Programm

TV-Programm ARTE Deutschland am 17/10/2026

heute

ARTE Deutschland · Ganzer Tag

Wunderwelt Seegraswiesen - Klimaretter, Kinderstube, Küstenschutz

2023 · Deutschland

Beschreibung und Details

Seegras ist in den Augen vieler oft nichts weiter als lästiger, meterhoher Strandabfall. Doch kaum jemand weiß um seine weltweite Bedeutung. Neueste Untersuchungen zeigen: Die ehemalige Landpflanze hat bei ihrem Weg zurück ins Meer ungeahnte Fähigkeiten entwickelt. Wie der Regenwald bindet Seegras eine Menge Treibhausgase. Denn Seegras ist eine Partnerschaft mit einem Bakterium eingegangen und produziert so gigantische Mengen Zucker. Wissenschaftlichen Annahmen zufolge sollen es die größten Zuckervorräte unseres Planeten sein. Seegras kann sich nicht nur über Samen vermehren, sondern sich auch klonen! Manche Wiesen sind bis zu 80.000 Jahre alt und dehnen sich über Quadratkilometer aus. Doch das ist immer noch nicht alles. Mit seinen "Superkräften" erneuert sich das Seegras jährlich und wirft - ein Erbe der Landpflanzen - alle Blätter ab. Die meterhohen braunen Berge schützen die Küsten vor Erosion. Zahlreiche Tiere verbringen im Dickicht der Unterwasserwiesen ihre Jugend oder verlassen sie zeit ihres Lebens nicht! Auch außerhalb des Wassers findet Seegras Verwendung: als Dünger, als Dämmung oder als Polster und Kissen. Denn die Blätter sind schimmel- und milbenfrei, beständig, isolierend und antiallergisch. Doch diese über Millionen Jahre bewährten Eigenschaften schützen nicht gegen Klimaerwärmung, Verschmutzung, Fischerei und die unzähligen Anker, die durch die Wiesen pflügen. Im Zuge der Forschungsergebnisse hat sich eine Allianz von Wissenschaftlern gebildet, die mit neuen Methoden und Einfallsreichtum versuchen, das Supergras zu verstehen und zu schützen.

Regie : Florian Guthknecht

Voir la fiche programme →
André Krüger

Der alte Arzt und sein Pferd

Über den Wolken Georgiens

2023 · Deutschland

Beschreibung und Details

Bis zu seiner Rente arbeitete Irakli als Neurologe in einem Krankenhaus im Tal. Erst danach kehrte er in die Berge nach Tuschetien zurück und wurde Bergdoktor. 51 Leben haben er und sein Wallach Bitschola seitdem gerettet. Im Winter, wenn die Hirten mit ihren Schafen ins Tal ziehen, gibt es kaum noch Menschen in Tuschetien. Doch die wenigen, die bleiben, brauchen einen Arzt. Irakli harrt aus und ist für sie da. "Manchmal beneide ich die Wölfe", sagt er. "Sie laufen in Paaren. Und ich bin hier allein im Schnee." Doch solange der 81-Jährige noch auf sein Pferd steigen kann, wird er es weiter tun. Er kann nicht anders: "Ich glaube, das war mein Schicksal von Gott, dass ich Menschen in Not helfe." Irakli gehört zum Bergvolk der Tuschen und lebt in der georgischen Provinz Tuschetien. Viele Menschen hier glauben an 28 heidnische Göttersöhne und gleichzeitig an den christlichen Gott. Orthodoxie und Heidentum gehören zusammen und alte ungeschriebene Gesetze bestimmen den Alltag. Traditionen, Mythen und Legenden sind auch für Irakli wichtig, die heidnischen Dorffeste gelten ihm als die schönste Zeit im Jahr.

Regie : Vivien Pieper

Voir la fiche programme →
Pond5, Clip Nr. 244141027

Therapie per KI

2024 · Deutschland

Beschreibung und Details

Bei vielen psychischen Erkrankungen herrscht akuter Handlungsbedarf. Doch es gib zu wenige Therapeutinnen und Therapeuten, die Therapieplätze sind rar. Gefährlich lange Wartezeiten sind die Realität. Bei verschiedenen Krankheitsbildern, darunter Depressionen, Angststörungen, Borderline und Schizophrenie, verschärft sich die Lage. Denn oftmals werden sie nach dem „Passt-für-alles“-Prinzip behandelt, medikamentös oder mit Verhaltenstherapie. Dabei ist die richtige Behandlung oft höchst individuell, und eine Fehldiagnose kann fatale Folgen mit sich bringen. Irren sich Computer mit künstlicher Intelligenz seltener als Menschen mit natürlichem Sachverstand? Und sollten KI-Therapeuten Einblick in die Köpfe der Betroffenen erhalten? Mit großem Enthusiasmus und hohem Kapitaleinsatz forschen Psychiater und Neurologen nach Möglichkeiten, Künstliche Intelligenz sinnvoll zu nutzen. Es entstehen Datenmengen, die nur mithilfe von KI ausgewertet werden können. Bisher steht fest: KI kann menschliche Therapeuten in der Diagnostik unterstützen. Aber wie weit kann es gehen? Sollen wir bei Sorgen und in seelischen Notlagen die Hilfe eines digitalen Freundes suchen? Werden KI-Therapeuten zu Rettern für Millionen oder zum unkalkulierbaren Risiko?

Regie : Peter Moers

Voir la fiche programme →

Who killed Venus?

42 - Die Antwort auf fast alles

2026 · Deutschland

Beschreibung und Details

Die russische Sonde Venera 9 machte 1975 das erste Foto der Venusoberfläche: Ein trostloser Planet mit trübem Himmel zeigte sich. Keine Spur von Wasser. Bis in die 1960er Jahre hatten Forschende gehofft, dass Venus eine zweite Erde sei. Auch Science-Fiction-Autoren stellten die Venus als eine Art Erde dar, mit Monstern, Dinosauriern und Amazonen. Doch auf der Venus ist es 460 Grad Celsius heiß, sie hat eine lebensfeindliche Kohlendioxid-Atmosphäre. Sah Venus immer so aus? Mitnichten. Sie war wahrscheinlich lange ein gemäßigter Planet mit stabilen Temperaturen. Forschende schätzen, dass vor rund 700 Millionen Jahren ein Ereignis eintrat, das die Entwicklung der Venus grundlegend verändert haben könnte. Die Sonne ist die erste Verdächtige. Sie wurde im Laufe ihrer Geschichte immer heißer und ließ wahrscheinlich alles Wasser verdampfen, das die Venus einst besaß. Doch Merkur ist noch näher an der Sonne und nicht so heiß - was die Sonne als alleinige Täterin ausschließt. Venus ist auch der vulkanischste Planet im Sonnensystem. Es ist noch nicht geklärt, ob ihre Vulkane in einer einzigen katastrophalen Phase ausbrachen, oder noch heute aktiv sind. Sie gehören zu den Hauptverdächtigen. Außerdem steht noch die fehlende Plattentektonik im Visier der Planetenforschenden. Der Erde gelingt es immer wieder, Kohlendioxid im Erdmantel zu begraben. Dieser Prozess findet auf der Venus nicht statt. Liegt es also an der fehlenden Plattentektonik? Könnte der Erde das gleiche Schicksal drohen? Vielleicht nicht morgen, aber in Millionen Jahren? Diese und andere Fragen sollen die zukünftigen Venus-Missionen der Nasa und Esa klären.

Regie : Nicoletta Renz

Voir la fiche programme →
ARTE

360° Reportage

Neufundland: Bleiben oder gehen?

2023 · Deutschland

Beschreibung und Details

Neufundland kennt eine lange Geschichte der Umsiedlungen. Beginnend in den 50er Jahren zwang die Regierung die entlegen lebenden Menschen, häufig kanadische Ureinwohner, an zentraler gelegenen Orten zu siedeln. Dort wurden Arbeitskräfte gebraucht. Im Lauf der Jahre wurde die Kritik an den alternativlos verfügten Umsiedlungsprogrammen immer lauter. Doch wirtschaftliche Zwänge setzten sich durch. Angesichts drohender Arbeitslosigkeit wurden Hunderte kleiner Ortschaften aufgegeben. Outports nennt man die einst blühenden Küstenorte. Sie galten als das wahre Neufundland, die Heimat der Entdecker und Gründer, der Stolz der Nation. Gaultois ist einer der letzten Outports in Neufundland. Der Ort lebte bis in die 90er Jahre prächtig vom Kabeljau - bis die Überfischung zu Fangverboten führte und das langsame Sterben von Gaultois einleitete. Für Nostalgie hat die Provinzverwaltung in St. John's keinen Sinn. Knappe Kassen lässt sie mit spitzem Stift rechnen: Allein die Fährverbindung aufrechtzuerhalten, kostet die Regierung jährlich eine Million Dollar. Schule, Müllabfuhr, Post - all das ist für den Steuerzahler teurer, als wenn jede Familie für die Umsiedlung mit umgerechnet 190.000 Euro entschädigt würde. Die staatliche Förderung gibt es allerdings nur, wenn mindestens 75 Prozent der Bewohner mitmachen und ihre Häuser aufgeben wollen. Auch die Gegner der Umsiedlung müssten dann umsiedeln. Gaultois würde von der Landkarte verschwinden. "360° Reportage" ist dabei, wenn die Gemeinde über das Schicksal von Gaultois entscheidet.

Regie : Holger Riedel

Voir la fiche programme →
MedienKontor/Joanna Michna

360° Reportage

Florida: Moderne Nixen schlagen Wellen

2024 · Deutschland

Beschreibung und Details

Für Melanee Schneider ist Wasser das Element, in dem sie sich am wohlsten fühlt, vor allem, wenn sie mit ihrer glitzernden Nixenschwanzflosse durch die Wellen gleitet: schwerelos und voller Freude im Herzen. Ihre Mutter Margaret dagegen fürchtet es - so wie Millionen Afroamerikaner. Denn über das Wasser kamen die Schiffe, die ihre Vorfahren in die Sklaverei zwangen. Die jahrhundertelange grausame Sklaverei und die anschließenden Rassentrennungsgesetze, die bis 1964 in Kraft waren, entfremdeten die Afroamerikaner vom Wasser und schufen ein folgenschweres Trauma, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Melanees Großmutter, ihre Mutter und auch ihre Schwester haben bis heute nie schwimmen gelernt. Nur Melanee durchbrach das Generationentrauma, wurde Schwimmlehrerin und begeisterte Meerjungfrau mit einer starken Mission: Sie will die Menschen zurück ins Wasser bringen und ihnen die Freude daran vermitteln. Das gelingt ihr, indem sie als Afro Mermaid auf Kindergeburtstagen auftritt und schon den Kleinsten zeigt, wie es geht: Mit Mut und Kraft kann jeder erreichen, was er will, und jede ist schön, so wie sie ist. Damit ist sie nicht allein. Zu Melanees großem Meeresleutetreffen haben sich fast 100 Teilnehmer und Teilnehmerinnen angemeldet, die aus allen Teilen der USA anreisen. Zusammen schwimmen sie anmutig schwebend und im Vertrauen darauf, dass das Wasser sie trägt. Spielerisch mit den Fischen tanzend und die Welt umarmend, die sie bisher oft ausgeschlossen hat. Nun muss nur noch die Organisation klappen - und an der feilt Melanee zusammen mit ihrem Mann Manny bis zur letzten Minute.

Regie : Joanna Michna

Voir la fiche programme →
Florianfilm

Köstliches Ligurien

Golf Paradiso und Golf von Tigullien - Aromen zwischen Gischt und Erde

2026 · Deutschland

Beschreibung und Details

Der "Maestro" Franco Casoni ist eine Institution in Chiavari. In seinem Atelier in der Altstadt schnitzt er zwischen Holzspänen und Figuren kunstvolle Corzetti-Stempel - kleine Holzkunstwerke, mit denen er die traditionellen Pastataler prägt. Am Herd wird daraus ein schlichtes Gericht, das Handwerk und Küche unmittelbar verbindet. Mario Benvenuto ist Grafiker und Dozent für Kunst und Design. Er versteht es, aus dem Golfo Paradiso das Beste zu ziehen: den Espresso am Hafen von Camogli - und die Ruhe seines Hauses in den Hügeln oberhalb von Recco. Vegane Restaurants sind in Ligurien noch selten, Mario ist auf die eigene Küche angewiesen. Aus wenigen Zutaten entsteht ein veganes Gericht: Erbsenpüree, dazu Gemüse, Couscous sowie die Aromen von Salbei und Dill. Im ligurischen Hinterland hält Luca Quirini eine fast ausgestorbene Rinderrasse am Leben: die Cabannina. Klein, trittsicher und widerstandsfähig bewegen sich die Tiere durch Wälder und über steile Hänge - und erinnern eher an Bergziegen als an Kühe. Aus ihrem Fleisch entsteht ein langsam geschmorter Braten, geprägt von den Kräutern und Blumen der Weiden. Bei Rapallo, am Golfo von Tigullio, hat Laura Bianchi ihr Leben neu geordnet. Nach einem Unfall ließ sie die Modewelt hinter sich und verwandelte ein jahrzehntelang verwildertes, terrassiertes Grundstück in einen produktiven Garten. Gemeinsam mit ihrem Partner kocht sie Gatafin - gefüllte Teigtaschen, entstanden aus dem, was das Land rund um ihr Haus hergibt.

Regie : Francesca D’Amicis

Voir la fiche programme →

Hüter der Südseeinseln

Fidschi

2026 · Frankreich

Beschreibung und Details

Die indigenen Gemeinschaften der Südseeinseln setzen auf ihre kulturellen Wurzeln, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Auf Hawaii, den Salomonen, in Französisch-Polynesien und auf Fidschi entwickeln sie Lösungen, die Natur und Tradition verbinden - und so die empfindlichen Ökosysteme bewahren. Auf Fidschi sind Land und Meer seit jeher unveräußerliches Eigentum der Clans, der Mataqali. Doch die Herausforderung, wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz in Einklang zu bringen, ist größer denn je. In der Beqa-Lagune, einem weltberühmten Tauchgebiet mit artenreichen Korallenriffen und Haibeständen, werden bestimmte Meereszonen zu "Tabugebieten" erklärt. Diese traditionelle Praxis schützt die Unterwasserwelt und sichert ihre Regeneration. Doch nicht alle Inseln haben dieselben Chancen. Auf Serua wird die Bedrohung durch den steigenden Meeresspiegel immer greifbarer. Viele Bewohner denken über Abwanderung nach - eine Entscheidung, die ganze Gemeinschaften zerreißen könnte. Im Landesinneren setzen die Clans dagegen auf eine andere Strategie: Sie verzichten bewusst auf die wirtschaftliche Nutzung der Wälder, um diese als Lebensraum und Klimapuffer zu erhalten. Die Menschen auf Fidschi verbinden dabei altes Wissen mit neuen Ansätzen. Sie passen Traditionen an die heutigen Herausforderungen an, um Natur und Kultur zu bewahren - und damit auch ihre eigene Zukunft. Es ist ein Balanceakt zwischen Bewahrung und Wandel, der zeigt, wie indigene Gemeinschaften globalen Krisen begegnen.

Regie : Fitzgérald Jégo

Voir la fiche programme →

Hüter der Südseeinseln

Salomonen

2026 · Frankreich

Beschreibung und Details

Die indigenen Gemeinschaften der Südseeinseln setzen auf ihre kulturellen Wurzeln, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Auf Hawaii, den Salomonen, in Französisch-Polynesien und auf Fidschi entwickeln sie Lösungen, die Natur und Tradition verbinden - und so die empfindlichen Ökosysteme bewahren. Die Salomonen, eines der ärmsten Länder des Pazifiks, sind wirtschaftlich stark von ihren natürlichen Ressourcen abhängig. Doch deren Nutzung verändert zunehmend die Landschaft und gefährdet fragile Ökosysteme. Um diesem Konflikt zu begegnen, setzen die Inselbewohner auf lokale Initiativen und traditionelles Wissen. Zahlreiche Bürgerinitiativen engagieren sich gegen unkontrollierten Holzeinschlag oder setzen sich dafür ein, als heilig angesehene Inseln - etwa als Orte von Ahnengeistern - unter Schutz zu stellen. Andere Projekte widmen sich der Wiederverwertung von Plastikmüll aus Importwaren oder prangern die traditionelle Brandrodung an, um Böden und Wälder zu erhalten. Gleichzeitig erlebt das traditionelle Tomoko-Kanu, das Symbol schlechthin für ein Leben im Einklang mit der Natur, eine Renaissance. Die Menschen auf den Salomonen wissen: Ihr größtes Kapital ist eine intakte Umwelt. Um neue Einkommensquellen zu erschließen, setzen sie auf nachhaltige Ansätze - und verbinden dabei altes Wissen mit modernen Strategien. So wird Naturschutz zur Grundlage für eine stabile Zukunft.

Regie : Fitzgérald Jégo

Voir la fiche programme →
ARTE

Stadt Land Kunst Spezial

Madeira

2024 · Frankreich

Beschreibung und Details

(1) John Dos Passos: Madeira und die Suche nach dem Vater Die kleine portugiesische Inselgruppe Madeira vor der Nordwestküste Afrikas war einst der Ausgangspunkt großer Entdeckungsreisen, bevor sie etwas in Vergessenheit geriet. Die Inseln spielen eine weitgehend unbekannte Rolle im Leben und Werk von John Dos Passos, der als einer der renommiertesten amerikanischen Schriftsteller der Zwischenkriegszeit gilt. Er wurde 1896 als unehelicher Sohn eines Rechtsanwalts portugiesischer Abstammung in Chicago geboren und suchte lange seinen Platz zwischen Europa und den USA. (2) Die Geschichte der Levadas Madeira liegt vor der marokkanischen Küste und bildet zusammen mit weiteren Inseln eine autonome Region von Portugal. Im Nordwesten der Insel befindet sich der Lorbeerwald Fanal: Der nebelverhangene und niederschlagsreiche "Feenwald" ist ein beliebtes Touristenziel, aber auch eine wichtige Wasserquelle. Das kostbare Nass wird durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem, die Levadas, zu den landwirtschaftlichen Anbaugebieten geleitet. Das Kanalnetz aus dem 15. Jahrhundert ist in seiner Größe weltweit einzigartig. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts kämpften die Inselbewohner um den Zugang zum Wasser und ließen dabei manchmal ihr Leben. (3) Marias Polenta mit Bastardmakrelen In Machico interpretiert Maria einen Klassiker der heimischen Küche neu: Milho e chicharro. Bevor sie den Maisgrieß für die Polenta einrührt, aromatisiert sie das Kochwasser mit Knoblauch, Kohl und Thymian. Die Bastardmakrelen garen auf dem Grill bereits sanft goldbraun und knusprig - das ideale Gericht für die wohlverdiente Mittagspause! (4) Das gestohlene Lied Auf Madeira gehören Musik und Tanz zum Lebensgefühl. Einst sang ein Zauberer an einem abgelegenen Ort auf der Atlantikinsel ein betörendes Lied, das um die ganze Welt zog …

Voir la fiche programme →

Stadt Land Kunst Spezial

Bulgarien

2022 · Frankreich

Beschreibung und Details

(1) Bulgarien: Sylvie Vartans Sehnsuchtsort Vom Süden der bulgarischen Hauptstadt Sofia aus durchquert der Fluss Maritza die Berglandschaften, Felder und Dörfer des Landes. Die französische Sängerin Sylvie Vartan wurde 1944 in Bulgarien geboren und floh mit ihrer Familie vor dem kommunistischen Regime. Ende der 1960er Jahre besang sie den Fluss und die Erinnerung an ihre Kindheit auf dem Balkan in einem nostalgischen und schmerzlichen Lied. "La Maritza" (1968) wurde zum Hit und zur Hymne aller Entwurzelten. (2) Bulgarische Gesänge Bulgarien - das sind verwunschene Gebirge, tiefe Seen und weite Ebenen. In dieser zauberhaften Landschaft erklingen jahrhundertealte polyphone Gesänge. Im Mittelalter entstand im Zuge der Christianisierung des Landes die Tradition des Chorgesangs, der den Zusammenhalt stärkte und die mündliche Überlieferung bereicherte. Noch heute pflegt die junge Generation dieses einmalige Kulturgut. (3) Bulgarien: Danielas gekochter Käse In Salasch bereitet Daniela über dem Holzfeuer eine bulgarische Spezialität zu. Dafür zerbröckelt sie Kuhkäse in einer Pfanne und lässt ihn darin schmelzen. Dann fügt sie Mehl hinzu und lässt die Mischung eine Stunde lang unter ständigem Rühren eindicken. Die entstandene Käsemasse wird als Aperitif mit einem Schuss Rakija genossen, einem lokalen Obstbrand. (4) Ein Journalist befreit Bulgarien Die Rhodopen im Südwesten Bulgariens bilden die natürliche Grenze zu Griechenland. Das Gebirge mit seinen Weiden, Wäldern und Dörfchen soll der Sage nach dem Zorn des Zeus auf eine thrakische Königin entsprungen sein. Ende des 19. Jahrhunderts nahm hier das Schicksal der Bulgaren eine neue Wendung …

Regie : Fabrice Michelin

Voir la fiche programme →
© 1962 Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc./All rights reserved / Honorarfreie Verwendung nur im Zusammenhang mit genannter Sendung und bei folgender Nennung "Bild: Sendeanstalt/Copyright". Andere Verwendungen nur nach vorheriger Absprache: ARTE-Bildredaktion, Silke Wölk Tel.: +33 3 881 422 25, E-Mail: bildredaktion@arte.tv

Der Gefangene von Alcatraz

1962 · USA

Beschreibung und Details

Robert Stroud wird nach einer Gefangenenrebellion in die Strafanstalt Leavenworth verlegt. Er sitzt wegen Mordes zwölf Jahre Zuchthaus ab und gilt als gewalttätig und verbittert. Als er einen Wärter ersticht, soll er hingerichtet werden, doch seine Mutter erreicht die Umwandlung des Urteils in lebenslange Einzelhaft. In der Isolation hat Stroud nur wenig Kontakt, bis er im Hof einen verletzten Sperling findet und ihn in seiner Zelle aufzieht. Später darf er Kanarienvögel züchten und entdeckt darin einen neuen Lebenssinn. Er entwickelt ein Heilmittel gegen eine gefährliche Vogelkrankheit und wird als Vogelexperte bekannt. Durch die Züchterin Stella Johnson entsteht erstmals eine persönliche Bindung, die jedoch zum Bruch mit seiner Mutter führt. Er wartet auf eine Begnadigung ... "Der Gefangene von Alcatraz" basiert auf der Lebensgeschichte des Amerikaners Robert Stroud, der 1963 in einem Gefängnishospital starb, nachdem er 54 Jahre in Zuchthäusern verbracht hatte, davon 43 Jahre in Einzelhaft. Der Film, auch ein Plädoyer für einen humaneren Strafvollzug, erhielt mehrere bedeutende Preise. Burt Lancaster wurde als bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert, gewann den BAFTA Film Award und in Venedig die Coppa Volpi. Weitere drei Oscarnominierungen gingen an Telly Savalas und Thelma Ritter für ihre Nebenrollen und an Burnett Guffey für die beste Bildgestaltung in Schwarz-Weiß. Für Telly Savalas war es der Start seiner Schauspielkarriere, die im TV als Polizist Kojak mit "Einsatz in Manhattan" ihren Höhepunkt fand.

Regie : John Frankenheimer

Besetzung : Burt Lancaster, Karl Malden, Thelma Ritter, Neville Brand, Betty Field, Telly Savalas, Edmond O'Brien

Voir la fiche programme →
WDR/Will Steenkamp

Geister der Wüste

Die Löwen der Skelettküste Namibias

2024 · Südafrika, Österreich, Frankreich

Beschreibung und Details

Für Dr. Stander begann diese Geschichte vor 40 Jahren mit einer zufälligen Begegnung: An der verwunschenen Skelettküste Namibias begegnete er einer einzelnen Wüstenlöwin. Dieses Erlebnis entfachte seine Leidenschaft für diese majestätischen Tiere. Doch schon bald verschwanden die Wüstenlöwen aus der Küstenregion. Dr. Standers Entschluss, diese geheimnisvollen Tiere zu erforschen, sollte sich Jahre später auszahlen: Er entdeckt ein einzelnes weibliches Jungtier, das später zur legendären „Königin“ der Wüstenlöwen wird. Dann geschieht eine Tragödie: Die Enkelinnen der Königin - Alpha, Bravo und Charlie - verlieren ihre Mutter und werden in eine Welt voller Gefahren geworfen. Trotz aller Widrigkeiten entdecken die Waisen eine versteckte Oase voller Leben, in der sie sich Fähigkeiten als Vogeljägerinnen aneignen. Die neue Nahrungsquelle sichert ihr Überleben. Doch mit Vögeln allein können die heranwachsenden Jungen ihren Hunger nicht lange stillen. Die Schwestern trennen sich. Alpha und Bravo ziehen immer weiter nach Westen und gelangen schließlich an die mystischen Ufer der Skelettküste. Mutig erschließen sie sich entlang der zerklüfteten Küste eine neue Heimat und erobern sich eine Lebensweise zurück, die für ihre Artgenossen seit Generationen verloren war. Charlie bewährt sich weiter im Landesinneren. Von ihrer Tante lernt sie die Kunst der Giraffenjagd. Dr. Philip Stander erfüllt sich bald einen Lebenstraum: Er kann die einzigartige und komplexe Beziehung zwischen Land- und Meeresbeutegreifern dokumentieren. Eine wissenschaftliche Sensation, bisher unerforscht und noch nie gefilmt.

Regie : Lianne Steenkamp, Will Steenkamp

Voir la fiche programme →
ARTE

Mit offenen Karten

Bevölkerung - Eine alternde Welt?

2025 · Frankreich

Beschreibung und Details

Ab 1979 setzte die kommunistische Volksrepublik China die Ein-Kind-Politik durch: Bis 2015 durften Familien aus demografischen Gründen nur Einzelkinder haben. Nach mehr als 30 Jahren dieser gravierenden Verletzung persönlicher Grundfreiheiten denkt die chinesische Führung langsam um: Erst wurde es Paaren wieder erlaubt, zwei Kinder zu bekommen, und seit 2021 sogar drei. Tatsächlich stieg das Bewusstsein für die nunmehr katastrophale Situation: In der alternden chinesischen Bevölkerung gibt es zu wenig Erwerbstätige und zu viele Rentner, so dass eine Finanzierung nicht mehr gewährleistet ist. China versucht seither, das Blatt zu wenden, und betreibt eine nachwuchsfreundliche Familienpolitik. Dennoch muss es sich einer Realität stellen: Das Reich der Mitte wird alt sein, bevor der materielle Segen kommt! Mit einem Streifzug in alternde Gesellschaften auf fast allen Kontinenten beleuchtet diese Folge von "Mit offenen Karten" eine demografische Entwicklung, die in den kommenden Jahrzehnten schwer zu Buche schlagen wird und von der bislang nur Afrika verschont ist.

Besetzung : Émilie Aubry

Voir la fiche programme →

ARTE Reportage

Reportage Frankreich, Deutschland 2026

2026 · Frankreich, Deutschland

Beschreibung und Details

Aktuelle europäische und internationale politische Themen und Herausforderungen, ergänzt durch historische Erläuterungen und geopolitische Analysen. "ARTE Reportage" berichtet über die Fakten und die menschlichen Verhältnisse, die sich hinter diesen Fakten verbergen.

Voir la fiche programme →
ARTe

ARTE Journal

Nachrichten Frankreich, Deutschland 2026

2026 · Frankreich, Deutschland

Beschreibung und Details

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Voir la fiche programme →
ARTE

Tracks East

Israel - Auf ewig im Krieg?

2026 · Deutschland

Beschreibung und Details

Israel lebt zwischen Alltag und Ausnahmezustand. "Tracks East" über Menschen im Dauerkrieg. Journalist David Issacharoff begleitet Menschen, die mit den Widersprüchen eines Landes leben, das trotz des Krieges funktionieren muss. In Tel Aviv trifft "Tracks East" den Streetfotografen Shahar Dekel. Sein Kibbuz nahe Gaza wurde am 7. Oktober 2023 zerstört; Freunde starben oder kämpfen bis heute mit Traumata. Dreimal wurde er seitdem eingezogen. Mit seiner Kamera dokumentierte er den Krieg. Nahe der libanesischen Grenze betreibt Nitzan Yulzari ein Café. Manchmal bebt dort der Boden von den Explosionen in der Ferne. Eigentlich wollte er mit seiner Familie nach Portugal auswandern. Jetzt steht die Entscheidung erneut bevor. Sein Café ist Treffpunkt und Rückzugsort zugleich - doch der Krieg begleitet ihn jeden Tag. Eine andere Perspektive zeigt die palästinensisch-israelische Journalistin Amal Ghawi. Auf Social Media spricht sie über Vertreibung, Diskriminierung und die Verengung des öffentlichen Diskurses. Sie berichtet auf Hebräisch und Arabisch. Für ihre Kritik wird sie von beiden Seiten angegriffen. "Tracks East" zeigt ein Land, das erschöpft ist - und dennoch weitermacht.

Voir la fiche programme →
Abendprogramm

Byzanz, goldenes Erbe Europas

2026 · Frankreich

Beschreibung und Details

Im 4. Jahrhundert verlagerte Kaiser Konstantin das Zentrum der römischen Welt in den Osten. Am Bosporus entstand auf dem Gebiet der griechischen Stadt Byzantion nach und nach Konstantinopel - und mit der neuen Hauptstadt eine Zivilisation, die römisches Erbe, griechische Kultur und christlichen Glauben miteinander verband. Anlässlich der Eröffnung einer neuen Abteilung für byzantinische und ostchristliche Kunst im Pariser Louvre begibt sich der Dokumentarfilm auf Spurensuche in Istanbul, auf dem Sinai, in Italien, Griechenland und Serbien. Anhand von Handschriften, Mosaiken, Ikonen und archäologischen Zeugnissen zeichnet er das Porträt eines multikulturellen Reiches, das von Austausch und Handel ebenso geprägt war wie von religiösen und politischen Konflikten. Im 6. Jahrhundert wurde Byzanz unter Justinian zu einer Hochburg von Bau- und Bildkunst. Die Hagia Sophia und die Mosaiken von Ravenna zeugen von einem Herrschaftsanspruch, der sich als universal und gottgegeben verstand. Im 7. Jahrhundert führten arabische Eroberungen zu tiefgreifenden Gebietsverlusten und im 8. und 9. Jahrhundert erschütterte der Bilderstreit Byzanz. Hinter der Debatte um die Verehrung von Bildern stand zugleich ein politischer Konflikt um Macht und religiöse Hoheit. 1204 markierte die Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer einen entscheidenden Wendepunkt. Doch Byzanz blieb noch jahrhundertelang über seine Grenzen hinaus prägend. Seine Künstler und Gelehrten beeinflussten die italienische Renaissance und die europäische Kulturgeschichte nachhaltig. Bis zu seinem Untergang im Jahr 1453 gab das Reich seine Bilder, sein Wissen und einen wesentlichen Teil seiner Vorstellungswelt an die europäischen Kulturen weiter.

Regie : Jacques Plaisant

Voir la fiche programme →
ZED/Providence Pictures

Denkmäler der Ewigkeit

Hagia Sophia

2013 · Frankreich

Beschreibung und Details

Die 537 eingeweihte Basilika Hagia Sophia in Istanbul ist ein architektonisches Meisterwerk mit wechselvoller Geschichte. Eintausend Jahre lang war sie die größte Kirche der Welt und das religiöse und symbolische Zentrum des ersten großen christlichen Reiches: Byzanz. Bis zur Eroberung Konstantinopels war die Hagia Sophia das größte Gotteshaus der Christenheit. Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 wandelten sie die Osmanen in eine Moschee um und fügten als äußeres Kennzeichen vier Minarette hinzu. Mit der Umwandlung der Moschee in ein Museum krönte Mustafa Kemal Atatürk 1934 schließlich seine laizistische Revolution. Als bei den damaligen Renovierungsarbeiten unter osmanischen Verzierungen sehr wertvolle Mosaike aus der byzantinischen Zeit freigelegt wurden, keimte das Interesse für die byzantinische Kunstgeschichte wieder auf. Es kommt einem Wunder gleich, dass die gigantische, etwas mehr als 50 Meter hohe Kuppel der Hagia Sophia bis heute auf ihren Pfeilern thront und ihre Kunstschätze die Jahrhunderte überdauerten, denn Istanbul wurde auf einer sehr aktiven seismischen Verwerfung errichtet. Experten rechnen mit einem großen Beben. Daher erforscht ein internationales Team, bestehend aus Architekten, Seismologen und Ingenieuren, die Erdbebensicherheit des Gebäudes. Sie hoffen, dabei auch versteckte Schwachstellen zu finden, um den Bau entsprechend zu stabilisieren und ihn für zukünftige Generationen zu erhalten. Die Hagia Sophia zeugt von einer faszinierenden Geschichte. Und möglicherweise hat der byzantinische Monumentalbau noch längst nicht alle Kunstschätze freigegeben, die noch in ihm ruhen.

Regie : Olivier Julien, Gary Glassman

Voir la fiche programme →

Peteris Vasks zum 80. Geburtstag

Musik für Chor und Orchester

2026 · Deutschland, Lettland

Beschreibung und Details

Am 16. April 2026 feierte Pēteris Vasks seinen 80. Geburtstag. Lettland feiert einen seiner Nationalkomponisten mit einem großen Festkonzert. Es erklingen Orchester- und Chorwerke, die von seiner Vision von künstlerischer und politisch-religiöser Freiheit zeugen. Er äußerte einmal: "Musik ist im Baltikum kein intellektuelles Spiel, sondern eine große geistige Konzentration. Ich denke, dass unsere Zivilisation in eine falsche Richtung geht. Es gibt viel zu viel Materialismus, zu wenig Geist. Das Wichtigste ist doch unsere Seele, unser Körper und Geist, das alles zusammen." Die metaphysische Natur seines Werks führt oft zu Vergleichen mit Johann Sebastian Bach. Seine Musik wird als stille Kontemplation beschrieben, ähnlich wie religiöse Kunst, die über "globale und zeitlose Probleme" wie den Kampf zwischen Licht und Dunkelheit reflektiert. Zu seinem 80. Geburtstag gestalten die Sinfonietta Riga und der Grammy-prämierte Lettische Rundfunkchor unter der Leitung seines langjährigen Chefdirigenten Sigvards Kļava eine Hommage an Pēteris Vasks, die direkt am Geburtstag des Komponisten in der St. Johanniskirche seines Geburtsorts Aizpute stattfand. "Savā tautā" für Chor "The Fruit of Silence" für Chor und Orchester "Cosa devo fare" für Chor "Agnus Dei" für Chor und Orchester "Musica serena" für Orchester "Da pacem Domine" für Chor und Orchester "Actus caritatis" für Chor "Mein Herr und mein Gott" für Chor und Orchester "Berliner Messe" für Chor und Orchester "Festina lente" für Streichorchester Lettischer Rundfunkchor Sinfonietta Rīga Sigvards Kļava, Dirigent

Regie : Ute Feudel

Besetzung : Sinfonietta Riga, Sigvards Kļava

Voir la fiche programme →

Der Komponist und sein Himmel - Pēteris Vasks

2023 · Deutschland

Beschreibung und Details

"Die Liebe ist das Wichtigste". In kurzen Hosen und fast immer barfuß, seine Hände und seine Blicke gehen oft himmelwärts. Seine Augen leuchten, wenn er von Musik spricht, oder von der Natur: Pēteris Vasks "Ehrfurcht vor dem Leben" wird in seiner Musik spürbar. In seinem Haus im Wald komponiert er für die Welt. Seine Musik ist seine Botschaft und Aufforderung, die Welt und die Natur zu fühlen, wertzuschätzen, zu genießen - mit Achtung und Liebe. Vasks wird als Sohn eines Baptistenpfarrers 1946 in dem kleinen Dorf Aizpute nahe der Ostsee geboren. Er wächst mit Haus- und Kirchenmusik auf - und unter sowjetischem Diktat. Mit 13 Jahren komponiert er sein erstes Freiheitslied. Später studiert er Kontrabass und Komposition. Mit seinen musikalischen Bildern begleitet er die Freiheitsrufe und den Protest der Letten. 1991, als Schüsse aus russischen Gewehren in Riga fallen und die Balten um ihre Unabhängigkeit ringen, schreibt Vasks seine erste Symphonie "Stimmen". Die Leidensgeschichte der Balten ist geprägt durch das Zarenreich, Josef Stalin, Adolf Hitler und die Sowjetunion. Für Vasks ist - ebenso wie für viele Menschen im Baltikum - der aktuelle Krieg in der Ukraine mit der Angst verbunden, dass der Alptraum von Neuem beginnt. Als Antwort auf den Krieg spielt man in Riga und an anderen Orten der Welt Vasks Choralwerk "Dona nobis Pacem" - "Gib uns Frieden".

Regie : Holger Vogt

Voir la fiche programme →

Entrechtete Frauen: Die Arbeitslager der irischen Kirche

2020 · Irland

Beschreibung und Details

Jahrzehntelange Versklavung Tausender Frauen: Das ist die wahre und schockierende Geschichte eines irischen Systems. Mehr als 10.000 "gefallene Mädchen" und ledige Mütter mussten in den berüchtigten Magdalenen-Wäschereien arbeiten. "Entrechtete Frauen: Die Arbeitslager der irischen Kirche" lässt die betroffenen Frauen selbst zu Wort kommen. Aber warum und wie sind die Anstalten entstanden und wie konnten Frauen dort so lange ungehindert unterdrückt werden? Ob Familie, Gemeinde oder Staat - die irische Gesellschaft hat sich den Heiminsassinnen gegenüber gleichgültig gezeigt. Im schlimmsten Fall hat sie den Betrieb dieser Einrichtungen sogar unterstützt, erleichtert und von der Stigmatisierung der dort gefangen gehaltenen Frauen profitiert. Der Dokumentarfilm begleitet einige der Betroffenen, die bis heute mit den Folgen ihrer Behandlung und den Auswirkungen auf ihre Kinder und Familien zu kämpfen haben. Eine ehemalige Insassin bringt ihren Fall vor den UN-Ausschuss wegen Folter - ein Präzedenzfall, in dem nicht die Nonnen auf der Anklagebank sitzen, sondern die Republik Irland selbst. Der Dokumentarfilm ist eine vernichtende Anklage gegen die Art und Weise, wie sich Kirche, Staat und Gesellschaft in Irland gegen eine ganze Generation junger Frauen verschworen haben. Doch das Schweigen ist gebrochen - und dies ist ihre Geschichte.

Regie : Gerry Gregg

Voir la fiche programme →

Das U-Boot

Mythos unter Wasser

2020 · Deutschland

Beschreibung und Details

U-Boote sind heute hochkomplexe Maschinen, vollgestopft mit Technik und Waffen. So beeindruckend ihre Konstruktion, so furchteinflößend ist ihre Zerstörungskraft. Kaum eine Waffe löst so viele Emotionen aus wie das U-Boot. Heimtückisch schlägt es aus dem Hinterhalt zu und kann mittels Atomraketen die ganze Welt in den Abgrund reißen. Ursprünglich sollten Unterwasserboote ermöglichen, die Welt unter Wasser zu betrachten. Nur durch den Rumpf eines Tauchbootes können Forscher in die menschenfeindliche Welt der Tiefsee abtauchen und die faszinierende Unterwasserwelt erforschen. Gleichzeitig sind U-Boote mit schrecklichen Tragödien verbunden. Der Untergang der "Kursk", bei dem 118 Männer auf dramatische Weise starben, ist als Trauma im kollektiven Gedächtnis verankert. Trotz oder gerade wegen ihrer Gefahr faszinieren U-Boote seit jeher. Die zweiteilige Dokumentation unternimmt eine informative und facettenreiche Reise durch die Geschichte. U-Boot-Fahrer, Historiker und Militärexperten ordnen die Geschehnisse ein. Der erste Teil der Dokumentation beschreibt die Anfänge der U-Boot-Entwicklung Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

Regie : Anja Kindler, Tanja Dammertz

Voir la fiche programme →
ARTE

28 Minuten

Magazin Frankreich 2026

2026 · Frankreich

Beschreibung und Details

"28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. Montags bis donnerstags moderiert von Élisabeth Quin, freitags und samstags von Renaud Dély.

Besetzung : Elisabeth Quin

Voir la fiche programme →

Die Mythen der Wikinger

Die Prophezeiung der Völva

2022 · Frankreich

Beschreibung und Details

In Asgard wird Odins geliebter Sohn Baldr, der Gott der Schönheit und der Gerechtigkeit, von Alpträumen heimgesucht: Er sieht sich in der Totenwelt, die von Hel bewacht wird. Skadi, die Tochter des getöteten Riesen Thiazi, kommt ins Götterreich, um ihren Vater zu rächen. Odin bietet ihr eine Entschädigung an, doch Skadi stellt drei Bedingungen. Erstens: Sie will einen Gatten aus dem Göttergeschlecht erwählen. Zweitens: Einer der Götter soll ihr die verlorene Heiterkeit zurückgeben. Wird es Loki gelingen? Drittens: Die Erinnerung an ihren Vater darf nicht erlöschen. Odin begegnet einer mysteriösen Völva, die ihm prophezeit, dass sein Sohn Baldr in Kürze sterben wird. Ihm ist bewusst, dass mit dem Tod des ersten Gottes das ganze Götterreich untergehen wird und der Weltenuntergang Ragnarök beginnt. Frigg ist zu allem bereit, um ihren Sohn zu retten. Sie begibt sich auf eine lange Reise durch die neun Welten und lässt sämtliche Geschöpfe des Universums schwören, ihrem Sohn kein Leid anzutun. Um Asgard und Baldr zu beschützen, müssen die Götter außerdem den jungen Wolf Fenrir unschädlich machen, der zu so gewaltiger Größe herangewachsen ist, dass sich ihm niemand zu nähern wagt. Odin bittet die Zwerge um Hilfe.

Regie : Camille Dalbéra

Voir la fiche programme →

Senderauswahl