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TV-Programm phoenix am 22/10/2026

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Donnerstag, 22. Oktober 2026 ca. 05:30 Uhr: Aktuelles aus dem ARD-Morgenmagazin

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Damals in Amerika

Die Geschichte Alaskas

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Zu Beginn des 20.Jahrhunderts ist Alaska ein eisiges, von wenigen Ureinwohnern bewohntes Land im hohen Norden Amerikas. 1867 vom russischen Kaiserreich erworben, wird sich die vom Meer umgebene, raue Wildnis mit Nähe zu Russland und Asien allerdings von enormer strategischer Bedeutung für die USA erweisen. 1896 bringt der Goldrausch von Klondike einen ersten Besiedlungs- und Entwicklungsschub. Frühe Filmaufnahmen halten fest, wie Abenteuerer und Pioniere mit viel Körperkraft die Natur erschließen. Die Alaska Railroad wird gebaut und der damalige Präsident Warren Harding weiht sie 1923 mit seiner Entourage auf einer Jungfernfahrt ein. Bereits in den 1920er Jahren brechen reiche Touristen in die bizarre Eislandschaft auf, um auf Privatfilmen festhalten, wie sie von Eisbergen springen. Nach dem Börsencrash 1929 wird Alaska Teil des New-Deal-Programmes mit der die amerikanische Regierung unter Franklin D. Roosevelt den Zusammenbruch der Wirtschaft für die Menschen abfedern will. Sie bekommen in Alaska Land, um sich eine neue Existenz aufzubrauchen. Nachkolorierte Privataufnahmen zeigen den Enthusiasmus der ersten neuen Siedler, die Super-Gemüse ernten, dass in den langen Sommertagen dort oben übergroß sprießt. Die Filme dokumentieren aber genauso ihr Aufgeben: nur wenige Familien halten die Härten der viel längeren kalten Winter in der Abgeschiedenheit durch. 1925 war der norwegische Immigrant Leonhard Seppala zur bis heute gefeierten Alaska-Legende geworden, als er mit seinen Schlittenhunden ein rettendes Keuchhusten-Medikament aus 1000 Kilometern Entfernung in die kleine Stadt Nome transportierte. Die frühen Filme belegen, wie die Ureinwohner und auch die Siedler den Wal- und Fischfang als Haupteinnahme haben und ihn gegen japanische Fischer verteidigen. Erst als Amerika in den Zweiten Weltkrieg eintritt wird Alaska mit dem Alaska Highway an den Rest der USA angeschlossen. Es wird der einzige Teil Amerikas sein, der in diesem Krieg vorübergehend von Japanern besetzt ist. Nach der Befreiung zeigen Bilder, wie ein zu Humor aufgelegter Präsident F. D. Roosevelt mit seinem Terrier Fala, dem first Dog, die dortigen Truppen besucht. Als schließlich Öl gefunden wird, hat das Land genug Gewicht für die Selbständigkeit: 1959 wird es gleichberechtigter 49. Bundesstaat der USA. Bis heute bewahrt es seinen besonderen Charakter als Amerikas last frontier, letzter Außenposten der USA. Sendehinweis: 21.10.2026, 20:15 Uhr 22.10.2026, 00:45 Uhr 22.10.2026, 18:30 Uhr

Damals in Amerika

Die Geschichte der Einwanderer

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1886 machte Frankreich Nordamerika die Freiheitsstatue zum Geschenk: Gebt mir eure Müden und Armen, eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren!, verkündet die Inschrift. Seitdem hat Lady Liberty im Hafen von Ellis Island Millionen von Einwanderern aus aller Welt empfangen. Auf frühen, nachträglich mit Farbe versehenen Aufnahmen der Filmgeschichte, sieht man die Erleichterten, die die Torturen der Überfahrt und das Prozedere der Einwanderungsbeamten überstanden haben, wie sie sich mit Donuts stärken. Von New York aus ziehen sie in alle Teile des Landes, um ihr Glück zu versuchen. Seltene Privataufnahmen zeugen vom Versuch, sich niederzulassen, anzupassen, dazu zu gehören. Firmen wir Ford helfen mit Einbürgerungskursen- und filmen, Vorzeige-Amerikaner aus den Neuankömmlingen zu machen.

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Donnerstag, 22. Oktober 2026 ca. 23:00 Uhr: Aktuelles

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Terra X-History: Mythos Disco

Nachtleben in Ost und West

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"Licht aus, Spot an!" so lautet der Schlachtruf, der in den 70er-Jahren eine ganze Generation elektrisiert. Die legendäre TV-Sendung bringt ein neues Lebensgefühl auf den Punkt: Disco! "Dancing Queen" oder "Saturday Night Fever" sind die Hymnen der "Generation Disco". Am Wochenende heißt es: aufbrezeln und abtauchen in die glitzernde Welt unter der rotierenden Discokugel. Zumindest in Westdeutschland. Doch wie sieht das Nachtleben Ost aus? 1959 öffnet in Deutschland die erste Diskothek ihre Pforten in Aachen. Eigentlich aus der Not heraus, denn Liveauftritte von Bands sind schwer zu bekommen. Ein cleverer Restaurantbesitzer lässt Platten auflegen, die Musikstücke von einem launigen Moderator ankündigen und nennt das Ganze "Jockey Tanz Bar". Damit ist auch die neue Berufsbezeichnung "Disc-Jockey", kurz "DJ" geboren. In den 60ern schießen Discos wie Pilze aus dem Boden, firmieren damals aber oft noch unter "Beat-Schuppen" oder "Jazz-Club". Das "Blow Up" in München ist 1967 als erste Großraumdisco eine Sensation, bald berühmt für wilde Happenings, exzessive Drogenpartys und viel Prominenz. Dort geben sich Uschi Obermaier, Andreas Baader und Günter Grass ein fröhliches Stelldichein. Doch auch in der DDR will sich die Jugend vergnügen und vor allem: tanzen! Der SED-Staat steht den Beats aus dem Westen skeptisch gegenüber. Stattdessen will man die jungen Leute nach sowjetischem Vorbild für den Volkstanz erwärmen. Als das Unternehmen scheitert und die Jugend sogar für den Rock 'n' Roll auf die Straße geht, rückt der Unterdrückungsstaat massiv gegen die Beat-Bewegung vor. Die 70er-Jahre sind die Goldenen Zeiten der Disco: In der Musik entwickelt sich ein eigener Stil, bei dem es vornehmlich auf die Tanzbarkeit ankommt. ABBA, Donna Summer und die Bee Gees sind die neuen Götter am Disco-Himmel. "Die neue weltweite Religion heißt Disco", bringt es Amanda Lear auf den Punkt. Die modernen Musiktempel protzen mit allerlei Hightech: Scheinwerferanlagen, Lichtorgeln, Supersound. Mitte der 80er-Jahre gilt die Disco als tot: "Aids" lässt die Disco-Szene vor Schreck erstarren, die unbeschwerten Jahre des Dancefloors sind unwiederbringlich vorbei. In Deutschland bricht sich nach dem Mauerfall vor allem bei der Jugend aus der DDR die Sehnsucht nach grenzenlosem Feiern Bahn: In illegalen Klubs tanzen Ost und West gemeinsam. Auch musikalisch brechen neue Zeiten an: Techno, Hip-Hop, Trance und House sind die Beats der Stunde.

Neue Deutsche Welle

Die Pioniere

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Ohne Punk hätte es die Neue Deutsche Welle nicht gegeben. In Düsseldorf und anderen Städten gründen sich Ende der 1970er zahlreiche Bands. Sie sind provokant und gesellschaftskritisch. Als 1978 auch Nina Hagen ein Punk-Album mit deutschen Texten veröffentlicht, ist das eine Sensation. Die Jugend hört damals vor allem englischsprachige Pop- und Rockmusik. Deutsch wird bis auf wenige Ausnahmen nur beim Schlager gesungen. No Future keine Zukunft lautet das Schlagwort des Punk. Der Kalte Krieg, die Angst vor einem atomaren Super-GAU, die Umweltzerstörung und das Gefühl einer allumfassenden Überwachung: Die Pioniere der NDW greifen die Themen auf, die vielen Jugendlichen auf der Seele brennen. Post-Punkbands wie Fehlfarben, Deutsch Amerikanische Freundschaft (DAF) oder Ideal drängen bald lautstark in die bestehende Musikszene. Mit dem Abstand von 40 Jahren blicken die Macher von damals zurück auf das Phänomen NDW. Mit dabei sind unter anderen Markus (Ich wollte nicht nur Spaß.), Joachim Witt (Ich fiel so hoch von der Leiter.), Kai Havaii von Extrabreit (Wir haben keine Schule angezündet.), aber auch andere wie Peter Hein (Fehlfarben), Robert Görl (DAF) oder Reinhold Heil (Nina-Hagen-Band, später Spliff). Von der NDW-Ost berichten unter anderen André Herzberg und Jürgen Ehle (Pankow) sowie Marion Sprawe (Juckreiz). Zu Wort kommen auch Journalisten wie der ehemalige Bravo-Musikchef Uli Weissbrod sowie Musikmanager wie Alfred Hilsberg oder Jim Rakete. Sie gilt als kreativste Phase in der Geschichte der deutschen Popmusik die Neue Deutsche Welle. Warum stieg die NDW Anfang der 1980er-Jahre so kometenhaft auf, um dann bald wieder zu verglühen? Sendehinweis: 20.10.2026, 03:00 Uhr.

Neue Deutsche Welle

Der Hype

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Die Neue Deutsche Welle nimmt an Fahrt auf und erobert nach der rebellischen Punk-Phase den Mainstream. Überall gründen sich neue Bands, entstehen Hits auf Deutsch. Die NDW ist voll im Trend. Ab 1981 wird die Welle immer bunter, beliebter und schließlich zum Massenphänomen. Anders als die NDW-Pioniere wollen Interpreten wie Trio mit Da Da Da aber nicht wirklich provozieren, sondern nehmen den Schlager auf die Schippe. Die Plattenindustrie sucht jetzt fieberhaft nach neuen Talenten. Selbst Rock-n-Roll-Bands wie die Münchener Spider Murphy Gang (Skandal im Sperrbezirk) bekommen nun das Etikett NDW verpasst. Auch jenseits der Mauer lieben viele Jugendliche die NDW-Hits aus dem Westen wie Hurra, hurra, die Schule brennt von Extrabreit. DDR-Musiker nehmen den musikalischen Trend auf, doch ihre Texte werden kritisch vom Staat beäugt. Bands wie Pankow und Juckreiz singen deshalb vor allem auf Livekonzerten Klartext. Mit dem Abstand von 40 Jahren blicken die Macher von damals zurück auf das Phänomen. Mit dabei sind unter anderen Markus (Ich wollte nicht nur Spaß.), Joachim Witt (Ich fiel so hoch von der Leiter.), Kai Havaii von Extrabreit (Wir haben keine Schule angezündet.), aber auch andere wie Peter Hein (Fehlfarben), Robert Görl (DAF) oder Reinhold Heil (Spliff). Von der NDW-Ost berichten unter anderen André Herzberg und Jürgen Ehle (Pankow) sowie Marion Sprawe (Juckreiz). Zu Wort kommen auch Journalisten wie der ehemalige Bravo-Musikchef Uli Weissbrod sowie Musikmanager wie Jim Rakete. Sie gilt als die kreativste Phase in der Geschichte der deutschen Popmusik die Neue Deutsche Welle. Warum steigt die NDW Anfang der 1980er-Jahre so kometenhaft auf, um dann bald wieder zu verglühen? Sendehinweis: 20.10.2026, 03:45 Uhr.

Neue Deutsche Welle

Der Overkill

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Nichts scheint die Welle aufhalten zu können: 1983 dominiert die NDW die deutschen Charts. Doch auf den Höhenflug in der Gunst des Publikums folgt schon bald der Überdruss. Manche, wie Nena, werden jetzt zu Superstars und produzieren Hits am Fließband. Auch sozialkritische Songs wie Bruttosozialprodukt von Geier Sturzflug begeistern die Fans. Doch die übermäßige Vermarktung der NDW durch die Plattenindustrie wird zum Bumerang. Die Pioniere wenden sich ab und versinken größtenteils wieder in der Nische. Bands wie Ideal oder Spliff lösen sich auf. Künstler wie Joachim Witt müssen im Musikbusiness buchstäblich wieder ums Überleben kämpfen. Acts wie Kiz (Die Sennerin vom Königssee), Fräulein Menke (Hohe Berge) oder Ixi (Der Knutschfleck) bleiben ein One-Hit-Wonder. Nur Shootingstar Nena überlebt den Overkill der Neuen Deutschen Welle. Ihr Titel 99 Luftballons geht um die Welt und ist bis heute der erfolgreichste Hit der NDW im Ausland. Mit dem Abstand von 40 Jahren blicken die Macher von damals zurück auf das Phänomen NDW. Unterhaltsam und selbstironisch erzählen Friedel Geratsch von Geier Sturzflug (Ich wollte nie in eine Schublade.), Joachim Witt (Ich fiel so hoch von der Leiter.), Kai Havaii von Extrabreit (Wir haben keine Schule angezündet.) von ihren Karrieren. Mit dabei sind auch Uwe Fahrenkrog-Petersen (Nena-Band), Robert Görl (DAF) und Reinhold Heil (Spliff). Von der NDW-Ost berichten unter anderen Jürgen Ehle und André Herzberg (Pankow) sowie Marion Sprawe. Zu Wort kommen auch Journalisten wie der ehemalige Bravo-Musikchef Uli Weissbrod sowie Musikmanager wie Jim Rakete. Sie gilt als die kreativste Phase in der Geschichte der deutschen Popmusik die Neue Deutsche Welle. Warum stieg die NDW Anfang der 1980er-Jahre so kometenhaft auf, um dann bald wieder zu verglühen? ( Sendehinweis: 20.10.2026, 04:30 Uhr.

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